16:53 15 Dezember 2018
SNA Radio
    Michael Cohen besucht Trump-Tower in New York

    Trumps Ex-Anwalt gesteht Lügen in Russland-Affäre

    © AP Photo / Richard Drew
    Politik
    Zum Kurzlink
    7277

    Der frühere persönliche Anwalt von US-Präsident Donald Trump, Michael Cohen, will sich laut US-Medien vor Gericht schuldig bekennen, wissentlich Falschaussagen zur Russland-Affäre gemacht zu haben.

    Michael Cohen wolle ein Schuldplädoyer ablegen, dass er bei seiner Anhörung durch den Kongress über seine Kontakte nach Russland gelogen habe, berichten die Medien.

    Nach Angaben des TV-Senders NBC soll es sich bei den Falschaussagen um das Bauvorhaben eines Trump Towers in Russland handeln. Der Sender beruft sich auf eine mit der Sache vertraute Quelle. Laut dieser habe Cohen den Umfang und die Dauer seiner Beteiligung falsch dargestellt.

    Das Bauvorhaben soll Cohens damaligen Angaben zufolge im Januar 2016 gestoppt worden sein – also vor der Präsidentschaftskampagne Donald Trumps. Er habe diese Aussage aus Loyalität zu Trump gemacht, und damit sie in Einklang stünde mit dessen politischen Botschaften.

    Trump wies die Aussagen seines Ex-Anwalts zu dem Immobilienprojekt in Moskau zurück. Vor seinem Abflug zum G20-Gipfel nach Argentinien sagte er vor Journalisten, die Darstellung Cohens sei frei erfunden. Cohen drohe wegen diverser Vergehen eine hohe Haftstrafe. „Er lügt“, um eine mildere Strafe zu bekommen, sagte Trump.

    In der Russland-Affäre geht es um mögliche illegale Verbindungen des Trump-Teams nach Moskau vor dem Amtsantritt des heutigen Präsidenten. Die Untersuchungen des zu der Affäre eingesetzten Sonderermittlers Robert Mueller umfassen Berichten zufolge auch Trumps Geschäftsaktivitäten, in die Cohen involviert war.

    >> Weitere Sputnik-Artikel: Trumps Anwalt warnt vor „Aufbegehren“ in den USA

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Russland-Affäre, Donald Trump, Michael Cohen, USA