06:24 29 November 2020
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    Russland will ab 2019 die Fahrt ausländischer Kriegsschiffe durch den Nördlichen Seeweg einschränken. Das teilte Generaloberst Michail Misinzew, Chef des Nationalen Verteidigungszentrums, am Freitag auf einer Konferenz für interinstitutionelle Zusammenarbeit in Moskau mit.

    Nun würden fremde Staaten die russischen Behörden über die Durchfahrt ihrer Schiffe im Voraus benachrichtigen müssen.

    Ihm zufolge wurde für die Beseitigung des rechtlichen Vakuums in Bezug auf die Nutzung des Nördlichen Seeweges die Arbeit an der Vervollkommnung der russischen Gesetzgebung auf interinstitutioneller Ebene organisiert.

    Der Abschluss der Arbeit sei bis zum Beginn der Navigationsperiode 2019 geplant, so Misinzew.

    Der Nördliche Seeweg ist eine wichtige Transportader entlang der russischen Arktis-Küste. Die Zahl der Tage, an denen die Navigation möglich ist, nimmt in der nächsten Zeit wegen der Klimaerwärmung rasant zu. Russland, auf welches fast ein Drittel der arktischen Zone entfällt, setzt derzeit auf eine aktive Erschließung der Region. Dies soll unter anderem Schiffstransporte aus Asien nach Europa effizienter gestalten.

    Russland hatte vor einigen Jahren mit der aktiven Erschließung seiner nördlichen Gebiete begonnen. Es geht unter anderem um die Förderung von fossilen Brennstoffen auf dem arktischen Festlandsockel und um den Ausbau des Nördlichen Seeweges, der im Vergleich zu traditionellen Routen zwischen Europa und Asien immer attraktiver wird.

    Zum Schutz seiner Interessen in der Arktis hatte Moskau einen Komplex von Maßnahmen konzipiert. Dazu gehören auch gewisse militärische Schritte, weil einige Nato-Länder in letzter Zeit erhöhtes Interesse für die Region bekunden. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte mehrmals erklärt, Moskau werde die Aktivitäten US-amerikanischer Militärs in der Arktis nicht unbeantwortet lassen.

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    Tags:
    Änderung, Fahrtregeln, Nördlicher Seeweg, Wladimir Putin, Michail Misinzew, Arktis, Russland