01:29 12 Dezember 2018
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    Schiffe der ukrainischen Marine, die bei Kertsch festgenommen wurden

    SBU: Ukraine nimmt als Antwort russische Schiffe ins Visier

    © Sputnik / Pressedienst des Grenzschutzamtes des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB
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    Die Ukraine erwägt derzeit streng analoge Handlungen als Antwort auf die Festsetzung der drei Schiffe der ukrainischen Marine mit 24 Matrosen. Das teilte Igor Guskow, ein ranghoher Vertreter des ukrainischen Inlandgeheimdienstes SBU, am Freitag mit.

    In der Ukraine wird Guskow zufolge eine Entscheidung über streng analoge Handlungen getroffen, die als Antwort auf die Festsetzung der drei Schiffe der ukrainischen Marine – der zwei gepanzerten Kanonenboote „Berdyansk“ und „Nikopol“ und des Schleppers „Jany Kapu“ mit 24 Matrosen an Bord – gelten sollen.

    „Es wird eine Entscheidung über die Ausführung streng analoger Handlungen als Antwort auf die Handlungen des russischen Aggressors getroffen“, so Guskow.

    Der ukrainische Regierungschef Wladimir Groisman hatte ebenfalls die Notwendigkeit von analogen Maßnahmen gegenüber Russland erwähnt. „Wenn Russland unsere Schiffe illegal festsetzt und unsere Matrosen ins Gefängnis bringt, so müssen auch russische Schiffe festgesetzt werden“, zitiert das Nachrichtenportal „Strana.ua“ Groisman.

    Schiffe der ukrainischen Marine, die bei Kertsch festgenommen wurden
    © Sputnik / Pressedienst des Grenzschutzamtes des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB
    Zuvor war berichtet worden, dass die Schiffe der ukrainischen Marine „Berdjansk“, „Nikipol“ und „Jany Kapu“ am 25. November Russlands Staatsgrenze überquert und dadurch gegen das Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen verstoßen hatten. Die ukrainischen Schiffe fuhren in das zeitweilig geschlossene Gebiet der russischen Hoheitsgewässer ein, führten dort stundenlang gefährliche Manöver aus und widersetzten sich allen Forderungen der russischen Küstenwache.

    Kiew hatte die Handlungen Russlands als „Akt der militärischen Aggression“ bezeichnet. In mehreren Gebieten des Landes, die an Russland und Transnistrien grenzen, wurde der Kriegszustand verhängt. Am 30. November hat die Regierung in Kiew die Einreise in die Ukraine für russische Männer im Alter von 16 bis 60 Jahren eingeschränkt.

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    Tags:
    Inlandsgeheimdienst der Ukraine (SBU), Wladimir Groisman, Russland, Kiew