05:09 11 Dezember 2018
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    Russian President Vladimir Putin meets French President Emmanuel Macron on the sidelines of the G20 summit in Buenos Aires, Argentina. November 30, 2018

    Putin erklärt Macron Vorfall in Kertsch-Straße mit Zeichnung

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    Politik
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    Der russische Präsident Wladimir Putin und sein französischer Amtskollege Emmanuel Macron haben am Rande des G20-Gipfels in Buenos Aires die Eskalation zwischen Moskau und Kiew besprochen. Putin soll Macron dabei die Lage mit einer Zeichnung zu erklären versucht haben.

    Putin und Macron sollen 20 Minuten lang nebeneinander gesessen haben. Der russische Staatschef holte laut der „Zeit Online“ ein Blatt Papier hervor und zeichnete das Asowsche Meer sowie die Straße von Kertsch.

    Dabei habe er den Fahrtverlauf der ukrainischen Schiffe auf dem Blatt gezeigt. „Er hat sich die Zeit genommen, um seine Version des Vorfalls zu erklären, das hat etwa zehn Minuten gedauert“, zitiert die „Zeit“ eine französische Diplomatin.

    Macron  habe während des Gesprächs mit Putin gefordert, dass eine „Phase der Deeskalation“ eingeleitet werde. Um dies zu erreichen, seien auch die dafür notwendigen Gesten erforderlich.

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    In der entstandenen Krise nach dem jüngsten Vorfall in der Straße von Kertsch stellten sich die westlichen Staaten auf die Seite der Ukraine und warfen Russland Aggression vor. Bundesaußenminister Heiko Maas bezeichnete das Vorgehen Moskaus gegen die ukrainischen Schiffe als „inakzeptabel“. Gleichzeitig erklärte er auf Twitter, die Bundesregierung wolle „keine Militarisierung eines Konflikts, der auch unsere Sicherheit in Europa“ bedrohe. Berlin setze alles daran, die Krise im Wege der Diplomatie zu beenden.

    Die russische Küstenwache hatte am 25. November drei ukrainische Schiffe aufgebracht und die 20-köpfige Besatzung, darunter mindestens zwei Geheimdienstler, festgesetzt. Die Schiffe, die Waffen an Bord hatten, wurden 50 Kilometer abseits der gewöhnlichen Durchfahrts-Route der Krim-Brücke und nur 20 Kilometer von der russischen Küste entfernt gestoppt.

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    Nach Darstellung der russischen Seite hatten die Ukrainer die Durchfahrt nicht vorschriftsgemäß im Voraus angemeldet und dann noch gefährlich manövriert und die Befehle des Grenzschutzes ignoriert. Die ukrainische Regierung bestreitet das und wirft Russland „Aggression“ vor.

    Als Reaktion ließ der ukrainische Staatschef Poroschenko in der Ukraine ein 30-tägiges Kriegsrecht verhängen. Poroschenko bat außerdem die Nato und explizit Deutschland aufgefordert, Kriegsschiffe ins Asowsche Meer zu entsenden. Aus Berlin erhielt er jedoch eine Absage: Merkel rief die Ukraine auf, „klug zu sein“.

     

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