17:17 15 Dezember 2018
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    Frachtschiffe im Hafen Noworossijsk (Archivbild)

    Wagt Kiew Blockade russischer Schiffe? Experte kommentiert

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    Eskalation bei Kertsch (53)
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    Russische Schiffs- und Güterbesitzer werden laut dem Generaldirektor der Forschungsagentur InfraNews und Verkehrsexperten Alexej Besborodow nicht betroffen sein von möglichen Einlaufverboten für ukrainische Häfen.

    Wie der ukrainische Außenminister Pawel Klimkin zuvor berichtet hatte, erwägt die Ukraine nach der Aufbringung von drei ukrainischen Schiffen durch die russische Grenzwache mehrere Vorgehensvarianten, darunter eine mögliche Schließung etlicher ukrainischer Häfen für russische Schiffe.

    Auch die CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer hat sich laut dem Magazin „Stern“ zu möglichen Sanktionen gegen Russland geäußert. Ihr zufolge dürften „russische Schiffe, die aus der Region kommen, eben aus dem Asowschen Meer, so lange auch nicht mehr europäische oder in US-Häfen anlaufen, bis dieser Zustand mit der Ukraine beseitigt ist“. „Stern“ beruft sich dabei auf ein Reuters-Interview von Kramp-Karrenbauer.

    Wie Besborodow gegenüber Sputnik äußerte, können derartige Verbote keine russischen Güter- und Schiffsbesitzer betreffen. Denn „größere Transportunternehmen besitzen entweder keine Schiffe unter russischer Flagge bzw. der russischen Jurisdiktion oder sie arbeiten in anderen Gebieten“.

    „Die Leute verstehen einfach nicht die Prinzipien des Funktionierens des Schifffahrtgeschäfts auf See. Dieses war und bleibt völlig offen. Es gibt nur eine Strafe – die Aufnahme eines Landes in die Liste der Schwarzflaggen (…) für einen gefährlichen Flottenbetrieb. Für eine sehr grobe Verletzung der Seenormen und —regeln. Die Politik hat mit dem Meer überhaupt nichts zu tun, das Meer lässt sich nie von der Politik gängeln“, so der Experte.

    Drei Schiffe der ukrainischen Marine – „Berdyansk“, „Nikopol“ und „Yany Kapu“ – hatten am 25. November ohne Vorabsprache die Staatsgrenze Russlands überquert. Sie bewegten sich in Richtung der Straße von Kertsch, führten gefährliche Manöver aus und kamen den legitimen Forderungen der russischen Behörden nicht nach. Die russische Küstenwache sah sich gezwungen, die ukrainischen Boote festzusetzen.

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    Schiffe, Marine, CDU, Sputnik, Annegret Kramp-Karrenbauer, Pawel Klimkin, Straße von Kertsch, Deutschland, Russland, Ukraine