14:28 14 Dezember 2018
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    G20-Gipfel in Buenos Aires

    G20-Gipfel-Abschlusserklärung: Was die Unterhändler vereinbart haben

    © Sputnik / Vladimir Astapkovic
    Politik
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    Die Staats- und Regierungschefs der G20 haben am Ende des Gipfels in Argentinien eine Abschlusserklärung abgegeben. Das Dokument wurde auf der Webseite der G20 veröffentlicht.

    Die Abschlusserklärung besteht aus 31 Punkten und einem Anhang mit einer Liste der Dokumente, die auf Ministerebene sowie in der Arbeitsgruppe angenommen wurden.

    Ob sich die Teilnehmer auf das Dokument einigen werden, war vom Anfang an mit Spannung erwartet worden. Nicht zuletzt, weil vor zwei Wochen beim APEC-Gipfel in Papua-Neuguinea erstmals in der Geschichte keine gemeinsame Abschlusserklärung zustande kam. Grund dafür war der Streit zwischen den USA und China vor dem Hintergrund des „Handelskrieges“.

    US-Präsident Donald Trump beim G20-Gipfel in Buenos Aires
    © Sputnik / Vladimir Astapkovic
    Russlands Sherpa bei der G20, Swetlana Lukasch, merkte zuvor an, dass die Verhandlungen über die Einigung auf eine Abschlusserklärung schwierig sein werden, teils auch unter Berücksichtigung der Ergebnisse des APEC-Gipfels. Jedoch teilte eine mit der Arbeit an dem Dokument vertraute Quelle gegenüber Sputnik mit, dass die Seiten das Papier im Allgemeinen unterstützt hätten. Der Entwurf habe undifferenzierte und unscharfe Formulierungen zu den für die Partner strittigen Fragen enthalten.

    Reform der Welthandelsorganisation (WTO)

    Die Notwendigkeit einer WTO-Reform ist ebenfalls in die Abschlusserklärung aufgenommen worden.

    „Internationaler Handel und Investitionen sind wichtige Triebfedern für Wachstum, Produktivität, Innovation, Schaffung von Arbeitsplätzen und Entwicklung. Wir erkennen den Beitrag des internationalen Handelssystems dazu an. Derzeit erreicht dieses seine Ziele nicht und es gibt Raum für Verbesserungen. In diesem Zusammenhang unterstützen wir die Reform der WTO“, heißt es in dem Dokument.

    >> Weitere Sputnik-Artikel: Pressekonferenz von Wladimir Putin zum Abschluss des G20-Gipfels in Buenos Aires

    Für das nächste G20-Gipfeltreffen, das im Juni 2019 in Japan stattfinden wird, ist eine Diskussion über den Fortschritt bei der Erreichung dieses Ziels geplant.

    Am Vorabend hatte auch der russische Präsident Wladimir Putin in seiner Rede auf dem Gipfel über die Notwendigkeit einer Reform der WTO gesprochen. Ihm zufolge hat Russland vor, seine Bemühungen in den Entwicklungsprozess dieser Organisation einzubetten, um diese zu stabilisieren. Dabei soll die Beilegung von Handelsstreitigkeiten ausschließlich über einen Dialog erfolgen, an dem sich alle interessierten Länder beteiligen könnten, so Putin.

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    Tags:
    G20-Gipfel, Welthandelsorganisation (World Trade Organization, WTO), Wladimir Putin, Buenos Aires