06:03 11 Dezember 2018
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    Bosporus, Türkei

    Ankara: Keine Anfrage für Bosporus-Schließung für russische Marine erhalten

    © Sputnik / Erkin Rasulev
    Politik
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    Die Türkei hat laut ihrem Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu bisher keine Anfrage von der Ukraine erhalten, den Bosporus für Russlands Schifffahrt zu sperren.

    „Wir haben keine Vorschläge dieser Art von irgendwem, auch nicht von den Ukrainern, bekommen“, sagte Çavuşoğlu am Samstag in Buenos Aires gegenüber Journalisten.

    Zuvor hatte der Befehlshaber der ukrainischen Seestreitkräfte, Igor Worontschenko, gesagt, Kiew wolle sich mit der Bitte an die Weltgemeinschaft wenden, wegen der jüngsten Aufbringung ukrainischer Schiffe durch die russische Grenzwache den Bosporus für Russlands Schifffahrt zu sperren.

    Aufgebrachte ukrainische Schiffe im Hafen von Kertsch
    © Foto : Press service of border management of FSB of the Russian Federation in the Republic of Crimea
    Am vergangenen Sonntag hatten drei Schiffe der ukrainischen Marine – „Berdyansk“, „Nikopol“ und „Jany Kapu“ – die Staatsgrenze Russlands überquert. Sie drangen in die zeitweilig gesperrten Hoheitsgewässer Russlands ein und bewegten sich in Richtung der Straße von Kertsch. Sie führten gefährliche Manöver aus und widersetzten sich legitimen Forderungen der russischen Küstenwache.

    Nach Angaben der russischen Sicherheitsbehörde FSB wurden die ukrainischen Schiffe – zwei gepanzerte Kanonenboote und ein Schlepper – mit insgesamt 25 Mann an Bord im Schwarzen Meer von Spezialkräften festgesetzt. Bei der Operation seien Waffen eingesetzt worden. Drei ukrainische Matrosen seien dabei verletzt worden. Ihr Leben wäre jedoch außer Gefahr, sie hätten die notwendige medizinische Hilfe erhalten, hieß es beim FSB.

    Der russische Präsident Wladimir Putin hatte den Zwischenfall in der Straße von Kertsch als Provokation eingestuft. Diese sei von der ukrainischen Führung im Vorfeld der Wahlen in der Ukraine organisiert worden, sagte Putin. Er betonte, der russische Grenzdienst habe alles getan habe, um die Eskalation zu vermeiden, jedoch hätten die Besatzungen der ukrainischen Marineboote jeden Kontakt einfach ignoriert.

     

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    Tags:
    Anfrage, Inlandsgeheimdienst der Russischen Föderation (FSB), Igor Worontschenko, Mevlüt Çavuşoğlu, Straße von Kertsch, Ukraine, Russland, Türkei