13:42 14 Dezember 2018
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    Russische Raketen: Militärausschuss-Chef im US-Senat stellt Türkei Ultimatum

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    Der US-Senat hat die Türkei hinsichtlich deren Waffenkäufe vor die Wahl gestellt: Russland oder der Westen. In diesem Sinne hat sich der neue Chef des Senats-Ausschusses für die Streitkräfte und Nachfolger des verstorbenen John McCain, James Inhofe, geäußert.

    „Wenn die Türkei weiter im F-35-Programm bleiben will, muss sie auf den Bezug russischer S-400-Systeme verzichten.“ So kommentierte Inhofe laut Bloomberg einen Bericht, den das Pentagon vor kurzem dem US-Kongress vorgelegt hatte.

    Die Türkei sei ein sehr wichtiger Partner der USA in der Nato und sollte  daher entsprechend diesem Status handeln, so Inhofe.

    „Die Türkei muss zwischen Russland und dem Westen wählen. Sollte sie den Prozess des Kaufs von S-400 fortsetzen, wird sie mit Konsequenzen rechnen müssen“, sagte der Senator warnend.

    Bloomberg nimmt ferner Bezug auf die Meinung des Militärexperten Steven Zaloga vom Forschungsunternehmen „Teal Group“. Letzterem zufolge befürchten die USA und die Nato, dass russische Militärfachleute zusammen mit S-400-Anlagen in die Türkei kommen würden.

    „Es besteht die Besorgnis, dass die Türken den russischen Fachleuten erlauben würden, S-400-Radare gegen türkische F-35-Jets zu erproben, um die Radar-Abwehrfähigkeit des US-Jagdflugzeuges zunichte zu machen“, so Zaloga.

    Es handelt sich um den Kauf von vier S-400-Abteilungen im Gesamtwert von 2,5 Milliarden US-Dollar. Das Kreditabkommen über die Lieferungen von Fla-Raketenkomplexen dieses Typs an die Türkei war im Dezember 2017 in Ankara unterzeichnet worden. Der Kauf soll auch teilweise von der Türkei direkt bezahlt werden.

    Wie der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar mitgeteilt hatte, soll im Oktober 2019 mit der Lieferung begonnen werden.

    Der Pressesprecher des türkischen Präsidenten, Ibrahim Kalin, schließt nicht aus, dass die Türkei auch US-amerikanische Fla-Raketenkomplexe Patriot erwerben könne, „wenn sie ein gutes Angebot nicht nur über Lieferungen, sondern auch im Bereich der gemeinsamen Produktion erhalten sollte“.

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    F-35, Fla-Raketenkomplexe, Lieferung, Kauf, S-400, Waffen, Bloomberg, Pentagon, Jim Inhofe, Türkei, USA, Russland