08:14 14 Dezember 2018
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    Russisches Außenministerium

    Aus diesem Grund führt Moskau keine Einreise-Einschränkungen für Ukrainer ein

    © Sputnik / Natalia Seliverstova
    Politik
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    Die von Präsident Wladimir Putin verkündete Lockerung der Aufenthaltsregeln für Ukrainer in Russland sowie die Vereinfachung des Verfahrens zu ihrer Einbürgerung zeugen laut Vize-Außenminister Grigori Karassin von den guten Vorsätzen Russlands.

    „Dies wurde bereits mehrmals vom Präsidenten erklärt. Dies zeigt einfach die guten Vorsätze Russlands gegenüber den Bürgern der benachbarten, uns befreundeten Ukraine im Unterschied dazu, was die jetzige Regierung in Kiew macht“, sagte der Diplomat.

    Russisch-ukrainische Grenze
    © Sputnik / Alexander Masurkowitsch
    Ihm zufolge geht es hierbei darum, das Verfahren selbst zu vereinfachen, damit die Menschen leichter eine Aufenthaltserlaubnis erhalten und dann „eingebürgert werden können“.

    Russland ist laut Präsident Wladimir Putin nicht gewillt, Gegenmaßnahmen gegen ukrainische Bürger zu treffen. Im Gegenteil werde Russland Aufenthaltsbedingungen und die Einbürgerung für Ukrainer erleichtern.

    Nach der Einführung des 30-tägigen Kriegsrechts ließ der ukrainische Präsident Petro Poroschenko ein Einreiseverbot für russische Männer im Alter zwischen 16 und 60 Jahren verhängen.

    Zuvor wurde mitgeteilt, dass allein in dieser Woche 144 Russen, die aus Minsk nach Kiew geflogen waren, die Einreise in die Ukraine verweigert wurde. Sie seien gezwungen gewesen, über Weißrussland nach Russland zurückzukehren.

    Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko bei einer Übung seiner Kriegsmarine im Asowschen Meer
    © Sputnik / Press service of the president of Ukraine/Mikhail Palinchak
    Der Auslöser neuer Spannungen zwischen Kiew und Moskau war der Vorfall mit der ukrainischen Marine am Asowschen Meer in der vergangenen Woche.

    Die russische Küstenwache hatte am 25. November drei ukrainische Schiffe aufgebracht und die 20-köpfige Besatzung, darunter mindestens zwei Geheimdienstler, festgesetzt. Die Schiffe, die Waffen an Bord hatten, wurden 50 Kilometer abseits der gewöhnlichen Durchfahrts-Route durch die Krim-Brücke und nur 20 Kilometer von der russischen Küste entfernt gestoppt.

    Nach Darstellung der russischen Seite hatte die Ukrainer die Durchfahrt nicht vorschriftsgemäß im Voraus angemeldet und dann noch gefährlich manövriert und die Befehle des Grenzschutzes ignoriert. Die ukrainische Regierung bestreitet das und wirft Russland „Aggression“ vor.

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    Tags:
    Gegenmaßnahmen, Einschränkungen, Einreise, Petro Poroschenko, Grigori Karassin, Wladimir Putin, Asowsches Meer, Ukraine, Russland