03:00 12 Dezember 2018
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    Ukrainischer Präsident Petro Poroschenko besucht seine Truppen im Donbass (Archivbild)

    „Pulver trocken halten“: Bereitet Poroschenko Ukrainer auf Krieg vor?

    © Sputnik / Pressedienst des ukrainischen Präsidenten/ Mikhail Palintschak
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    Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat seine Landsleute via Facebook aufgefordert, „das Pulver trocken zu halten“, für den Fall, dass der Feind anrückt. Zuvor hatte er Russland beschuldigt, „seine Besetzung der Ukraine ausweiten“ und unter anderem die Städte Mariupol und Berdjansk erobern zu wollen.

    „Wir müssen unser Pulver trocken halten und jeden Moment bereit sein, dem Aggressor Widerstand zu leisten“, so heißt es in seinem Kommentar zu einem Video, das ein Manöver der ukrainischen Streitkräfte zeigen soll, dem Poroschenko beiwohnte.

    Zudem betonte Poroschenko, der Feind solle einen hohen Preis für seine verantwortungslose Entscheidung zahlen, auf ukrainisches Territorium vorzudringen.

    Zuvor hatte der ukrainische Präsident gegenüber deutschen Medien erklärt, Russland beanspruche die Städte Mariupol und Berdjansk, um eine Landverbindung zwischen dem Donbass und der Krim zu bekommen. Ihm zufolge befindet sich die Ukraine „an der Feuerlinie des Schutzes der europäischen Zivilisation“.

    In Russland wurden die Äußerungen von Poroschenko scharf kritisiert. Laut dem Abgeordneten des russischen Föderationsrates (Parlamentsoberhaus), Sergej Zewkow, der die Krim vertritt, ist Poroschenko ein „Träumer“ und „Erfinder“. Der Abgeordnete der russischen Staatsduma, Michail Scheremet, hat seine Aussagen als absurd bezeichnet.

    Die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa, kommentierte ebenfalls die Äußerungen Poroschenkos. Ihr zufolge verteidigt heute gerade Russland Europa vor „Barbarei, Tyrannei, Terrorismus, Aggression und Militarismus“, die für die jetzige Situation in der Ukraine prägend seien.

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    Maria Sacharowa, Petro Poroschenko, Europa, Mariupol, Russland, Ukraine