01:36 17 Dezember 2018
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    Nato-Logo im Hauptquartier in Brüssel

    Nato verstärkt Militärpräsenz im Schwarzen Meer

    © Sputnik / Alexey Vitvizkiy
    Politik
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    Die Nato hat laut dem Allianz-Chef Jens Stoltenberg 2018 ihre Präsenz im Schwarzen Meer erhöht. Nach dem Zwischenfall vor der Straße von Kertsch ist die Überwachung in der Region ausgeweitet worden.

    Die Nato habe ihre Präsenz im Schwarzen Meer verstärkt:  2018 seien die Nato-Schiffe insgesamt 120 Tage im Schwarzen Meer gewesen, während es 2017 nur 80 gewesen seien, sagte Stoltenberg.

    Er fügte hinzu, dass die Zahl der Luftpatrouillen in der Region gestiegen sei. Zudem sei die Überwachung nach dem Vorfall in der Straße von Kertsch verstärkt worden, betonte der Nato-Generalsekretär.

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    Ukrainische Schiffe nahe der Krim (Symbolbild)
    © Foto : von einem Augenzeugen zur Verfügung gestellt
    Die russische Küstenwache hatte am 25. November drei ukrainische Schiffe aufgebracht und die 24-köpfige Besatzung, darunter mindestens zwei Geheimdienstler, festgesetzt. Die Schiffe, die Waffen an Bord hatten, wurden 50 Kilometer abseits der gewöhnlichen Durchfahrts-Route der Krim-Brücke und nur 20 Kilometer von der russischen Küste entfernt gestoppt.

    Nach Darstellung der russischen Seite hatten die Ukrainer die Durchfahrt nicht vorschriftsgemäß im Voraus angemeldet, gefährlich manövriert und die Befehle des Grenzschutzes ignoriert.

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    Die ukrainische Regierung bestreitet die Version der russischen Seite und wirft Moskau „Aggression“ vor. Als Reaktion ließ der ukrainische Staatschef Poroschenko in der Ukraine ein 30-tägiges Kriegsrecht verhängen und bat außerdem die Nato sowie explizit Deutschland, Kriegsschiffe ins Asowsche Meer zu entsenden. Aus Berlin erhielt er jedoch eine Absage: Merkel rief die Ukraine auf, „klug zu sein“.

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    Tags:
    Militärpräsenz, NATO, Jens Stoltenberg, Schwarzes Meer, Kertsch, Russland, Ukraine