07:56 17 Dezember 2018
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    Ein Mensch vor dem Kanzleramt in Berlin (Symbolbild)

    NRW-Ministerpräsident fordert „neue Form von Kanzlerschaft“

    © AP Photo / Markus Schreiber
    Politik
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    Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet hat in der Europapolitik neue Impulse von Bundeskanzlerin Angela Merkel gefordert, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ in ihrer Dienstagausgabe laut Vorabbericht mitteilt.

    Demnach wird sich Europa nach dem Brexit völlig neu finden und ordnen müssen.

    „Dann wäre wichtig, dass es auch eine neue Form von Kanzlerschaft gibt. Deutschland muss dann wieder mal selbst Thesen aufstellen, auf die andere dann antworten müssen“, so Laschet.

    Er wünsche sich ein „mutiges europapolitisches Voranschreiten“ wie einst unter Helmut Kohl (CDU). Laschet verstehe zwar, dass die Kanzlerschaft Merkels sehr geprägt durch externe Krisen gewesen sei, die mit riesiger Wucht auf Deutschland eingeschlagen hätten, und auf die man klug habe reagieren müssen, so die Agentur Reuters. Doch wäre es „schön, wenn wir jetzt in eine neue Zeit kämen, in der Deutschland eigene, neue Impulse setzt“.

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    Allerdings sagte Laschet im Gespräch mit der Zeitung nicht, wen er für die geeignete Nachfolgerin oder den Nachfolger von Merkel als CDU-Vorsitzende halte.

    Zuvor war berichtet worden, dass auf einem Parteitag in Hamburg am 7. Dezember entschieden wird, wer den CDU-Vorsitz von Angela Merkel übernimmt. Die aussichtsreichsten Kandidaten heißen Annegret Kramp-Karrenbauer, Friedrich Merz und Jens Spahn.

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    Wer das Rennen macht, ist noch weitgehend offen. Schließlich sind es die Delegierten auf dem Parteitag, die den oder die neue Vorsitzende wählen, ehemalige CDU-Spitzen können höchstens Empfehlungen abgeben. Und auch das Parteipräsidium, CDU-Ministerpräsidenten oder Merkel selbst haben nur einen begrenzten Einfluss auf das Wahlverhalten der Anwesenden.

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    Tags:
    Kanzleramt, Brexit, CDU, NRW, Deutschland