Widgets Magazine
23:48 19 September 2019
SNA Radio
    Politik

    Washingtons INF-Ultimatum an Moskau: „Sie dachten, wir werden das nicht bemerken“

    Politik
    Zum Kurzlink
    141362
    Abonnieren

    Die USA haben Russland ein Ultimatum wegen der angeblichen Nichteinhaltung des INF-Vertrages gestellt. Der russische Präsident Wladimir Putin merkte diesbezüglich an, die amerikanische Seite habe bislang keine Beweise für eine angebliche Vertragsverletzung durch Russland vorgelegt.

    Russland hält den INF nicht ein!

    Putin wies darauf hin, dass Washington die Entscheidung vor langer Zeit „leise“ getroffen habe. „Sie haben gedacht, dass wir das nicht bemerken. Im Haushalt des Pentagons ist ja die Entwicklung dieser Raketen bereits eingetragen, erst danach haben sie ihren Ausstieg aus dem Vertrag öffentlich bekanntgegeben“, sagte der Präsident.

    >>>Mehr zum Thema: Im Falle von US-Austritt aus INF-Vertrag: Putin kündigt Reaktion an<<<

    Die Schuld sei Russland zugeschoben worden, obwohl sich der Kreml gegen die „Zerstörung” des Vertrags ausgesprochen hätte. Sollten die USA daran festhalten, die Waffen, die laut dem Vertrag von 1987 verboten seien, trotz alledem produzieren zu wollen, würde Russland das Gleiche tun.

    US-Außenminister Mike Pompeo hatte am Dienstag in Brüssel die Absicht der Vereinigten Staaten bekanntgegeben, in einer Zeitperiode von 60 Tagen keine im INF-Vertrag vorgesehenen Raketen zu produzieren oder zu stationieren.

    >>>Mehr zum Thema: INF-Vertrag: Moskau reagiert auf US-Ultimatum<<<

    Russische Ingenieurtruppen (Archivfoto)
    © Foto : Evgeny Kel / Russian Defense Ministry
    Am 20. Oktober hatte US-Präsident Donald Trump den Ausstieg der Vereinigten Staaten aus dem Washingtoner Vertrag über nukleare Mittelstreckensysteme (INF-Vertrag) angekündigt. Die USA würden den Vertrag verlassen, weil Russland ihn verletze, so Trump.

    Der INF-Vertrag war 1987 von der Sowjetunion und den USA unterzeichnet worden und 1988 in Kraft getreten. Mit dem Vertrag hatten sich die Parteien verpflichtet, alle Flugkörper mittlerer und kürzerer Reichweite (von 500 bis 5500 Kilometer) zu vernichten.

    >>>Mehr zum Thema: Alexander Neu (Linke) zum INF-Vertrag: „Ultimaten funktionieren nicht mit Russland“<<<

    In den letzten Jahren hatten Moskau und Washington einander mehrmals vorgeworfen, gegen den INF-Vertrag zu verstoßen.

    Moskau verwies unter anderem darauf, dass die USA in Rumänien und in Polen Anlagen stationieren, mit denen Marschflugkörper des Typs Tomahawk gestartet werden können. Zudem machte Russland darauf aufmerksam, dass die USA Kampfdrohnen entwickeln und Forschungsarbeiten zur Entwicklung von bodengestützten Marschflugkörpern finanzieren.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Mehr Karikaturen

    • Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif (Archiv)
      Letztes Update: 22:32 19.09.2019
      22:32 19.09.2019

      Doch US-Visum: Irans Außenminister Sarif kann zur UN-Vollversammlung

      Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif hat nun doch ein Einreisevisum für die USA zur Teilnahme an der UN-Vollversammlung in New York in der kommenden Woche erhalten. Das teilte der iranische Außenamtssprecher Abbas Mussawi am Donnerstagabend auf Twitter mit.

    • der ständige Vertreter Russlands im UN-Sicherheitsrat Wassili Nebensja
      Letztes Update: 21:55 19.09.2019
      21:55 19.09.2019

      UN-Sicherheitsrat lehnt Resolutionsentwurf von Moskau und Peking zu Idlib ab

      Die USA, Frankreich und Großbritannien haben neben einer Reihe anderer Mitglieder des UN-Sicherheitsrats gegen einen von Russland und China vorgelegten Resolutionsentwurf zu einer Feuerpause im syrischen Idlib gestimmt.

    • Menschen während der AfD-Wahlkampfkampagne in Deutschland (Archiv)
      Letztes Update: 21:45 19.09.2019
      21:45 19.09.2019

      Rechts-Links-Schwäche der besonderen Art – SPD in Sassnitz kooperiert mit AfD

      Von

      Die SPD-Abgeordneten in der Stadtvertretung Sassnitz auf der Insel Rügen wollen trotz Abgrenzungsbeschluss des Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern mit der AfD koalieren. Zusammen mit zwei weiteren Wählergruppen booten SPD und AfD damit die beiden eigentlich stärksten Fraktionen der Linkspartei und CDU aus. Die SPD in Land und Bund ist entsetzt.

    • CO2-Emissionen (Symbolbild)
      Letztes Update: 19:04 19.09.2019
      19:04 19.09.2019

      Deutschland und Frankreich wollen CO2-Grenzsteuer prüfen lassen

      Deutschland und Frankreich unterstützen die Klima-Agenda der neuen EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen. Der Kampf gegen den Klimawandel ist eine Priorität, hieß es in einem von beiden Regierungen am Donnerstag veröffentlichten Dokument.

    Tags:
    Arsenal, Ausrüstung, Raketen, Abrüstung, Waffen, INF-Vertrag, Donald Trump, Wladimir Putin, Russische Föderation, UdSSR, USA, Russland