18:41 19 März 2019
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    Washingtons INF-Ultimatum an Moskau: „Sie dachten, wir werden das nicht bemerken“

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    Die USA haben Russland ein Ultimatum wegen der angeblichen Nichteinhaltung des INF-Vertrages gestellt. Der russische Präsident Wladimir Putin merkte diesbezüglich an, die amerikanische Seite habe bislang keine Beweise für eine angebliche Vertragsverletzung durch Russland vorgelegt.

    Russland hält den INF nicht ein!

    Putin wies darauf hin, dass Washington die Entscheidung vor langer Zeit „leise“ getroffen habe. „Sie haben gedacht, dass wir das nicht bemerken. Im Haushalt des Pentagons ist ja die Entwicklung dieser Raketen bereits eingetragen, erst danach haben sie ihren Ausstieg aus dem Vertrag öffentlich bekanntgegeben“, sagte der Präsident.

    >>>Mehr zum Thema: Im Falle von US-Austritt aus INF-Vertrag: Putin kündigt Reaktion an<<<

    Die Schuld sei Russland zugeschoben worden, obwohl sich der Kreml gegen die „Zerstörung” des Vertrags ausgesprochen hätte. Sollten die USA daran festhalten, die Waffen, die laut dem Vertrag von 1987 verboten seien, trotz alledem produzieren zu wollen, würde Russland das Gleiche tun.

    US-Außenminister Mike Pompeo hatte am Dienstag in Brüssel die Absicht der Vereinigten Staaten bekanntgegeben, in einer Zeitperiode von 60 Tagen keine im INF-Vertrag vorgesehenen Raketen zu produzieren oder zu stationieren.

    >>>Mehr zum Thema: INF-Vertrag: Moskau reagiert auf US-Ultimatum<<<

    Russische Ingenieurtruppen (Archivfoto)
    © Foto : Evgeny Kel / Russian Defense Ministry
    Am 20. Oktober hatte US-Präsident Donald Trump den Ausstieg der Vereinigten Staaten aus dem Washingtoner Vertrag über nukleare Mittelstreckensysteme (INF-Vertrag) angekündigt. Die USA würden den Vertrag verlassen, weil Russland ihn verletze, so Trump.

    Der INF-Vertrag war 1987 von der Sowjetunion und den USA unterzeichnet worden und 1988 in Kraft getreten. Mit dem Vertrag hatten sich die Parteien verpflichtet, alle Flugkörper mittlerer und kürzerer Reichweite (von 500 bis 5500 Kilometer) zu vernichten.

    >>>Mehr zum Thema: Alexander Neu (Linke) zum INF-Vertrag: „Ultimaten funktionieren nicht mit Russland“<<<

    In den letzten Jahren hatten Moskau und Washington einander mehrmals vorgeworfen, gegen den INF-Vertrag zu verstoßen.

    Moskau verwies unter anderem darauf, dass die USA in Rumänien und in Polen Anlagen stationieren, mit denen Marschflugkörper des Typs Tomahawk gestartet werden können. Zudem machte Russland darauf aufmerksam, dass die USA Kampfdrohnen entwickeln und Forschungsarbeiten zur Entwicklung von bodengestützten Marschflugkörpern finanzieren.

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    Tags:
    Arsenal, Ausrüstung, Raketen, Abrüstung, Waffen, INF-Vertrag, Donald Trump, Wladimir Putin, Russische Föderation, UdSSR, USA, Russland