08:36 19 Dezember 2018
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    Herstellung von Röhren für die Gaspipeline Nord Stream 2 (Archivbild)

    Zum Stopp von Nord Stream 2: Washington betrachtet „Vielzahl von Dingen“ – Bolton

    © Sputnik / Alexander Kondratjuk
    Politik
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    Der Sicherheitsberater des US-Präsidenten Donald Trump John Bolton hat Washingtons Handlungsweise bei der Gaspipeline Nord Stream 2 kommentiert. Das Video des Gesprächs, das im Rahmen einer von der Zeitung „The Wall Street Journal“ organisierten Konferenz stattfand, veröffentlichte der Sender C-Span auf seiner Internet-Seite.

    „Der Präsident (Donald Trump – Anm. d. Red.) hat bereits mehrfach gesagt, dass sich Deutschland aus dem Gaspipeline-Projekt Nord Stream 2 zurückziehen müsse. Wir berücksichtigen eine Vielzahl von Dingen, die wir in dieser Hinsicht tun könnten“, so Bolton.

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    Nord Stream 2

    Die neue Ostsee-Pipeline sieht die Verlegung von zwei Strängen mit einer Gesamtkapazität von 55 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr von der russischen Küste durch die Ostsee bis nach Deutschland vor. Alle Länder, durch deren Hoheitsgewässer die Leitung gebaut wird (Russland, Deutschland, Finnland und Schweden), haben bereits zugestimmt. Nur Dänemark hat noch keine Entscheidung getroffen. Sollte es sich dagegen äußern, wird die Pipelineroute etwas korrigiert, ein alternativer Plan liegt schon in der Schublade.

    Gegen Nord Stream 2 machen mehrere Länder Front, vor allem die Ukraine, die um ihre Einnahmen aus dem Transit des russischen Gases fürchtet, aber auch die USA, die ihre ambitiösen Pläne für den Export ihres Flüssiggases nach Europa durchzusetzen versuchen.

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    Außerdem haben die Spitzenpolitiker von Lettland, Litauen und Polen gemeinsam erklärt, dass sie die Umsetzung des Projekts nicht begrüßen würden, da sie darin ein politisches Projekt sehen.

    Russland hatte indes wiederholt dazu aufgefordert, in der Gaspipeline kein Instrument zur Einflussnahme zu sehen. Laut dem russischen Präsidenten, Wladimir Putin, betrachtet Moskau Nord Stream 2 ausschließlich als ein wirtschaftliches Projekt.

    Bundesaußenminister Heiko Maas hatte früher Nord Stream 2 verteidigt und erklärt, warum ein Rückzug Deutschlands aus dem Bau der Gaspipeline das Projekt nicht stoppen würde.

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