02:25 17 Dezember 2018
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    Militärparade in Pristina, Kosovo (Archivbild)

    Nato warnt Kosovo vor Folgen der Aufstellung eigener Armee

    © Sputnik / Alexej Witwizkij
    Politik
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    Die Nato ist besorgt über die Pläne der selbsterklärten Republik Kosovo, eine eigene Armee aufzustellen. Der Vorstoß komme zum falschen Zeitpunkt, sagte Jens Stoltenberg, Generalsekretär der Allianz, nach dem Treffen der Nato-Außenminister in Brüssel.

    Falls die kosovarische Regierung tatsächlich eigene Streitkräfte aufstellen sollte, müsse die Nato „das Ausmaß seines Engagements im Kosovo überdenken“, warnte Stoltenberg.

    Abstimmung der Kosovos Regierung zur Einführung der Strafzölle gegen Serbien
    © AP Photo / Kosovo Government

    „Ich habe betont, dass dieser Schritt wider den Rat vieler Nato-Partner ist und negative Folgen für die euro-atlantische Integration des Kosovo haben kann“, sagte Stoltenberg.

    Derzeit sorgen die Nato-geführte internationale Schutztruppe KFOR sowie die leicht bewaffneten Sicherheitskräfte des Kosovo (KSF) für die Sicherheit im Kosovo. Im Oktober hatte das kosovarische Parlament für die Umwandlung seiner Sicherheitskräfte in eine richtige Armee gestimmt. In den kommenden drei Jahren sollen dafür 300 Millionen Euro bereitgestellt werden. Die Armee soll 5.000 Mann stark sein.

    Mehr zum Thema: Spannungen im Kosovo: Jemand stellt Moskau eine Falle

    Die Initiative stößt auf Kritik nicht nur in der Nato, sondern auch in Serbien, das sich auf die Resolution 1244 des UN-Sicherheitsrates aus dem Jahr 1999 über die Regelung im Kosovo und in Metochien beruft. Laut diesem Dokument darf Kosovo nur über leicht bewaffnete Sicherheitskräfte verfügen.

     

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    Tags:
    Aufstellung, Warnung, Kritik, Folgen, Integration, Sicherheit, Armee, NATO, Jens Stoltenberg, Kosovo, USA, Serbien