02:38 16 Dezember 2018
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    Aufgebrachte ukrainische Schiffe im Hafen von Kertsch

    Erdogan bittet Putin um Freilassung ukrainischer Seeleute

    © Foto : Press service of border management of FSB of the Russian Federation in the Republic of Crimea
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    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat erklärt, dass er dem russischen Präsidenten Wladimir Putin eine Bitte um die Freilassung der ukrainischen Seeleute überreicht habe, die nach dem Vorfall in der Straße von Kertsch festgenommen wurden.

    „Nach dem Vorfall in der Straße von Kertsch sprach ich mit beiden Seiten, zuerst mit Putin und (dem ukrainischen Präsident Petro) Poroschenko per Telefon, dann in Argentinien (beim G20-Gipfel). Die Bitte um Freilassung der Seeleute übergab ich Putin. Wir werden die Entwicklung der Ereignisse mitverfolgen, ich hoffe, sie werden sie (die Bitte) positiv aufnehmen. Wir können in derartigen Dingen nur bitten, nichts Weiteres“, sagte Erdogan vor Journalisten.

    Drei Schiffe der ukrainischen Marine hatten am 25. November die Grenze Russlands verletzt, sind in das vorübergehend geschlossene Territorialgewässer Russlands gefahren und bewegten sich aus dem Schwarzen Meer zur Straße von Kertsch. Sie hätten gefährlich manövriert und die gesetzlichen Forderungen der russischen Behörden nicht befolgt. Die Schiffe mit 22 Seeleuten und zwei Geheimdienstlern an Bord seien aufgebracht, drei von den Besatzungsmitgliedern seien verletzt, sie seien  ins Krankenhaus gebracht worden und erhalten aktuell medizinische Hilfe. Ihrem Leben drohe nichts. Gegen die Festgenommenen ist ein Strafverfahren wegen rechtswidriger Überquerung der Staatsgrenze eingeleitet worden.

    Der russische Präsident Wladimir Putin hatte zuvor den Vorfall im Schwarzen Meer als Provokation bezeichnet und dabei betont, dass sich unter den Besatzungsmitgliedern der ukrainischen Schiffe, die die russische Grenze verletzt hatten, zwei Mitarbeiter des ukrainischen Geheimdienstes befanden, die praktisch diese Operation geleitet hätten. Putin unterstrich, dass die russischen Grenzsoldaten ihre Funktionen zum Schutz der Staatsgrenze erfüllt hätten. Ihm zufolge ist die Provokation im Schwarzen Meer mit dem niedrigen Ranking des ukrainischen Präsidenten im Vorfeld der Wahlen verbunden.

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    Tags:
    G20-Gipfel, Bitte, Freilassung, ukrainische Marinestreitkräfte, Recep Tayyip Erdogan, Petro Poroschenko, Wladimir Putin, Straße von Kertsch, Schwarzes Meer, Argentinien, Türkei, Russland, Ukraine