02:58 12 Dezember 2018
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    Aufgebrachte ukrainische Schiffe im Hafen von Kertsch

    FSB: Artilleriegeschütze auf festgesetzten ukrainischen Schiffen waren geladen

    © Foto : Press service of border management of FSB of the Russian Federation in the Republic of Crimea
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    Die Durchsuchung der festgesetzten ukrainischen Kanonenboote nach dem jüngsten Vorfall in der Straße von Kertsch hat ergeben, dass ihre Artilleriegeschütze geladen und einsatzbereit waren. Das teilte der Chef der Ermittlungsverwaltung des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB, Michail Schischow, bei einem Briefing mit.

    „Die aufgedeckten Artilleriegeschütze waren geladen und einsatzbereit, also war das Geschoss im Ladungsraum und die Stromversorgung war angeschlossen“, so Schischow.  

    Der erste Vize-Leiter des Departements für Küstenschutz beim FSB, Alexej Wolski, der für den Grenzschutz zuständig ist, teilte seinerseits mit, auf den aufgebrachten ukrainischen Schiffen seien Waffen und Munition entdeckt worden, und zwar deutlich mehr, als für einen Standardkampfsatz nötig wären.     

    Russlands Polizei (Symbolbild)
    © Sputnik / Алексей Сухоруков
    Allen verhafteten ukrainischen Matrosen sei ein Dolmetscher zur Verfügung gestellt worden, jedoch hätte nur ein einziger von denen von diesem Recht Gebrauch gemacht, betonte Schischow. „Die anderen erklärten, dass sie aufgrund guter Russischkenntnisse keinen Dolmetscher brauchen“, fuhr er fort.

    Michail Schischow wies zudem darauf hin, dass die Annäherung des Schiffes an die Straße von Kertsch dem Kapitän des Seehafens 48 Stunden zuvor hätte gemeldet werden müssen. Danach  hätte diese Information 24 Stunden vor der Annäherung noch einmal übermittelt und dann vier Stunden zuvor endgültig präzisiert werden müssen. Die ukrainischen Schiffe  hätten jedoch keinerlei Informationen übermittelt, fügte der Leiter der FSB-Ermittlungsverwaltung hinzu.      

    Eine solche Regel, betonte Schischow, sei seit 1999 in Kraft, und dementsprechend sei die Übermittlung der Koordinaten der Überquerung der Grenze zu Russland eine Voraussetzung für die Durchfahrt durch das Küstenmeer.

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    Schischow zufolge versucht die Ukraine, ihre nach dem Vorfall im Schwarzen Meer verhafteten Matrosen als Kriegsgefangene darzustellen. Jedoch würden diese beschuldigt, eine Straftat begangen zu haben, und könnten nicht als Kriegsgefangene betrachtet werden, da sich Russland und die Ukraine nicht im militärischen Konflikt bzw. im Krieg befinden würden.   

    Darüber hinaus erklärte der FSB, dass die Brücke über die Straße von Kertsch (Krim-Brücke) in ihrer Bauphase sowie am Anfang ihrer Inbetriebnahme das Hauptziel der provokanten Angriffe seitens der Ukraine gewesen sei.

    Von einer Blockade ukrainischer Schiffe im Asowschen Meer könne keine Rede sein, da die russischen Grenzsoldaten die Schiffe, die in russische Häfen fahren, mehr kontrollieren als diejenigen, die in Richtung der ukrainischen Häfen unterwegs seien.

    Am 25. November hatten drei Schiffe der ukrainischen Marine illegal die russische Seegrenze überquert. Daraufhin wurden sie festgesetzt. Die Besatzungsmitglieder der ukrainischen Schiffe sind derzeit festgenommen und befinden sich in Moskauer Untersuchungshaft.

    Wie der russische Präsident Wladimir Putin betonte, handle es sich um eine „geplante Provokation“, wovon sowohl die Dokumente als auch „die Aussagen der Matrosen selbst“ zeugen würden. 

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    Tags:
    Grenze, Artillerie, FSB, Alexej Wolski, Asowsches Meer, Russland, Ukraine