12:54 21 November 2019
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    London: Russland in zwei weitere Todesfälle verwickelt

    CC BY 2.0 / Matt Brown / New Scotland Yard sign
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    Die mit dem Fall Skripal beauftragten britischen Ermittler haben neue Angaben bekommen, die eine „russische Spur“ bei zwei weiteren „suspekten“ Todesfällen vermuten lassen. Dabei soll es um den Tod des russischen Geschäftsmanns Alexander Perepilitschny und des britischen Unternehmers Scot Young gehen. Das teilt die britische Zeitung „Times“ mit.

    Die Offiziere der britischen Polizeibehörde Scotland Yard, die im Fall Skripal ermitteln, hätten „neue Informationen bekommen, die davon zeugen, dass auch weitere (Personen) das Ziel der russischen Killer sein konnten“.

    „Laut einer der Ermittlungsversionen kamen Mitarbeiter des russischen Geheimdienstes ins Land und verließen es wieder ungefähr zu der Zeit, als es zu den verdächtigen Todesfällen kam (…). Eine Reihe von spektakulären Todesfällen, deren Ursache nicht ermittelt werden konnte, ist sehr verdächtigt, darunter die Fälle, bei denen es um Perepilitschny und Young geht“, heißt es in dem Blatt.

    Die Polizei habe vor, einige Todesfälle anders als vorher als „suspekt“ einzustufen, und sich wieder an die Zeugen zu wenden.

    Die Fälle Perepilitschny, Young und Skripal

    Der 44-jährige russische Geschäftsmann Alexander Perepilitschny war im Jahr 2012 in der Nähe seiner Villa in der Stadt Weybridge nach einem Geländelauf zusammengebrochen. Im Juni 2013 gab die Polizei der britischen Grafschaft Surrey bekannt, sie hätte keine verdächtigen Umstände seines Todes aufweisen können.

    Der britische Unternehmer Scot Yang war 2014 gestorben. Damals hatte die Polizei bekannt gegeben, dass sie seinen Tod nicht als verdächtig betrachte und davon ausgehe, dass es sich um einen Selbstmord handle.

    Der britische Vize-Innenminister Ben Wallace hatte im September 2018 erklärt, die britischen Ermittler hätten in den Fällen keine Anzeichen eines verdächtigen Todes entdeckt, bei denen es um eine angebliche „russische Spur“ gegangen wäre, auch beim Tod von Perepilitschny.

    Am 5. März war bekannt geworden, dass der ehemalige Oberst des russischen Militärgeheimdienstes GRU und Überläufer, Sergej Skripal, und seine Tochter Julia in der britischen Stadt Salisbury vergiftet wurden. London behauptete, Skripal und seine Tochter seien mit dem Stoff A234 in Kontakt gekommen und warf Moskau die Verwicklung in das Attentat vor, weil der Giftstoff nach Angaben von Experten sowjetischer Herkunft war. Russland weist die Vorwürfe entschieden zurück.

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    Tags:
    Skripal-Fall, Scotland Yard, Alexander Perepilitschny, Sergej Skripal, Großbritannien, Russland