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    Schiffe der ukrainischen Marine, die bei Kertsch festgesetzt wurden

    Ukrainisches Militär hält Angaben zum Zwischenfall bei Kertsch geheim

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    Politik
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    Das Kommando der Seestreitkräfte der Ukraine hat sich geweigert, den Befehl über die Entsendung von Schiffen in die Straße von Kertsch, die beim Übertritt der russischen Seegrenze von der russischen Küstenwache festgesetzt wurden, publik zu machen. Darüber berichtet das ukrainische Portal UkraNews am Montag.

    „Die angefragten Angaben gehören zu den Informationen, die ein Staatsgeheimnis im Verteidigungsbereich des Landes enthalten“, heißt es in einer offiziellen Antwort des ukrainischen Marinekommandos auf die Anfrage der Agentur.

    Provokation der ukrainischen Seestreitkräfte in der Kertsch-Straße
    © Sputnik / Handout/ Inlandsgeheimdienst Russlands FSB
    Die Behörde beruft sich auf Artikel 1.1.3 der Liste von Daten, die ein Staatsgeheimnis beinhalten. Das Dokument war am 12. August 2005 vom Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) bestätigt worden.

    Wie der Befehlshaber der ukrainischen Seestreitkräfte, Igor Worontschenko, am 29. November erklärte, seien die Schiffe nach Mariupol geschickt worden. Sie sollten dabei durch die Straße von Kertsch fahren, damit Kiew „sein Antlitz zeigen“ konnte. Worontschenko betonte, diese Entscheidung sei kein Fehler gewesen.

    Die russische Küstenwache hatte am 25. November drei ukrainische Schiffe aufgebracht, die ins Asowsche Meer einlaufen wollten, ohne dass die Durchfahrt zuvor beim russischen Grenzschutz angemeldet worden war.

    Die Schiffsbesatzungen reagierten nicht auf Warnungen der russischen Seite und führten gefährliche Manöver aus. Sie wurden in den Hafen von Kertsch gebracht. Die 24 Besatzungsmitglieder wurden festgenommen und nach Moskau überstellt, wo gegen sie eine gerichtliche Klage erhoben wurde.

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    Tags:
    Befehl, Entsendung, Schiffe, Marine, Ukrainischer Sicherheitsdienst SBU, FSB-Grenzdienst Russlands, Igor Worontschenko, Straße von Kertsch, Russland, Ukraine