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    Gefechte gegen IS-Soldaten in dem Irak (Archiv)

    Auswärtiges Amt setzt sich für zum Tod verurteilten mutmaßlichen IS-Kämpfer ein

    © AP Photo / Hadi Mizban
    Politik
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    Im Irak wurde ein 33-jähriger Mann zum Tod verurteilt, weil er bei der Terrormiliz Islamischer Staat aktiv gewesen sein und dort sogar andere Kämpfer ausgebildet haben soll. Für den Mann, der aus Gladbeck stammt, setzt sich nun das Auswärtige Amt ein.

    Nach Berichten von Spiegel und n-tv hat ein Strafgericht in Bagdad den wegen Mitgliedschaft beim IS und Teilnahme an Kampfhandlungen angeklagten Levent Ö. in der vergangenen Woche zum Tod verurteilt. Der Deutsche soll zudem in der IS-Hochburg Rakka als Ausbilder fungiert haben.

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    Levent Ö. ist auch für die deutschen Behörden kein unbeschriebenes Blatt: 2014 stufte ihn die Polizei in Gelsenkirchen als islamistischen Gefährder ein. Seit 2013 hielt sich der Deutsche im Irak auf, 2017 wurde er an der Grenze zu Syrien von kurdischen Kämpfern festgenommen. Diese lieferten ihn an die Amerikaner aus, die ihn schließlich im April 2018 an die irakischen Behörden übergaben.

    Obwohl die deutschen Behörden offenbar nicht daran zweifeln, dass Levent Ö. wegen seiner Radikalität eine Bedrohung darstellt, setzen sie sich für den Mann ein. Zur Begründung heißt es, die Bundesregierung sei immer gegen die Todesstrafe. Konsularische Hilfe bekommt Levent Ö.  von der deutschen Botschaft in Bagdad.

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    Tags:
    Kämpfer, Tod, Urteil, IS, Spiegel Online, Irak, Deutschland