11:48 25 April 2019
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    Die Krim-Brücke (Archiv)

    Ukrainischer Politiker will Zerstörung der Krim-Brücke – Sacharowa reagiert

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    Politik
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    Die offizielle Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, hat die Erklärung eines Abgeordneten der ukrainischen Werchowna Rada (Parlamentsunterhaus) über die Notwendigkeit, die Krim-Brücke zu zerstören, am Dienstag auf Facebook als Aufruf zum Terrorismus bewertet.

    Sacharowa reagierte damit auf die Worte des Abgeordneten Igor Mossijtschuk in einer Sendung des ukrainischen Fernsehsenders ObozTV, die auf der offiziellen Seite des Senders wiedergegeben wurden. Mossijtschuk zufolge ist die Krim-Brücke eine „feindliche Verkehrsinfrastruktur“.

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    Präsident der Ukraine Petro Poroschenko
    © Sputnik / Pressedienst des Präsidenten der Ukraine
    „Ukrainische Diversanten, Aufständische aus dem Kaukasus, Außerirdische, der Herrgott… Auf die eine oder andere Art wird sie (die Krim-Brücke – Anm. d. Red.) vernichtet. Hoffentlich wird es durch eine Naturkatastrophe gemacht“, sagte der Abgeordnete laut dem Sender.

    Sacharowa zufolge ist das eine der „vielzähligen Erklärungen seitens des Kiewer Regimes und der politischen Elite der heutigen Ukraine mit einem direkten Aufruf zu terroristischen Handlungen“.

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    Manöver der polnischen und US-Truppen im Rahmen der Nato-Partnerschaft
    © REUTERS / Cezary Aszkielowicz/ Agencja Gazeta
    „Die Politik der offiziellen (ukrainischen – Anm. d. Red.) Behörden basiert auf Provokationen, wie diese, die in der Meeresenge von Kertsch, mit der Inszenierung des Todes des (Journalisten Arkadi – Anm. d. Red.) Babtschenko und so weiter verübt wurden, sowie auf endlosen Einschüchterungen und Drohungen“, heißt es in Sacharowas Facebook-Eintrag.

    Die russische Küstenwache hatte am 25. November drei ukrainische Schiffe aufgebracht, die ins Asowsche Meer einlaufen wollten, ohne dass die Durchfahrt zuvor beim russischen Grenzschutz angemeldet worden war.

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    Die Schiffsbesatzungen reagierten nicht auf Warnungen der russischen Seite und führten gefährliche Manöver aus. Die Schiffe wurden in den Hafen von Kertsch gebracht. Die 24 Besatzungsmitglieder wurden festgenommen und nach Moskau überstellt, wo gegen sie eine gerichtliche Klage erhoben wurde.

    Ende Mai hatten ukrainische Medien und später auch die Behörden des Landes mitgeteilt, dass Arkadi Babtschenko im Treppenhaus vor seiner Wohnung erschossen worden sei. Der ukrainische Premier Wladimir Groisman beschuldigte Moskau des „Mordes“. Daraufhin sagte der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, dass der Kreml diese Anschuldigung als „Gipfel des Zynismus“ und „russenfeindliche Drescherei“ einstufe.

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    Gleich am nächsten Tag erschien Babtschenko persönlich in einer Pressekonferenz des Geheimdienstes SBU. Wie der Chef der Behörde, Wassili Grizak, vor der Presse erklärte, sei die Information über die Ermordung des Journalisten Teil einer Sonderoperation gewesen, die darauf abgezielt gewesen sei, ein Attentat auf den Journalisten zu verhindern.

    Die Inszenierung wurde sowohl in Russland als auch im Westen vielfach kritisiert. Der Generalsekretär der „Reporter ohne Grenzen“, Christophe Deloire, hat seine Empörung darüber geäußert, dass die ukrainischen Geheimdienste den Journalistenmord inszeniert hätten, um einen Informationskrieg zu führen.

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    Provokaitonen, Abgeordnete, Politiker, Oberste Rada, Maria Sacharowa, Meerenge von Kertsch, Russische Föderation, Schwarzmeer-Halbinsel Krim, Straße von Kertsch, Kertsch, Russland, Ukraine