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15:42 21 September 2019
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    Ukrainische Schiffe nahe der Krim

    US-Berater soll nun beim Aufpolieren ukrainischen Grenzschutzes helfen

    © Foto : von einem Augenzeugen zur Verfügung gestellt
    Politik
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    Die Ukraine lässt sich beim Grenzschutz von US-Experten beraten. Wie ein zuständiger Vertreter des ukrainischen Grenzschutzdienstes Wadim Iwko mitteilte, arbeitet nun ein US-Berater auf ständiger Grundlage im Land.

    „Der Berater teilt seine Kenntnisse und Erfahrungen bei der Reformierung unseres Seefahrtsystems“, gab Iwko auf einer Veranstaltung zur Kontrolle über radioaktive Stoffe preis. Die Ukraine zieht laut Iwko auch Zollgrenzdienst-Experten zu Rate. 

    Es ist jedoch unklar, ob der US-Grenzschutzberater vor oder schon nach dem militärischen Zwischenfall in der Straße von Kertsch in die Ukraine gekommen ist. 

    Die russische Küstenwache hatte am 25. November drei ukrainische Schiffe aufgebracht und die 20-köpfige Besatzung, darunter mindestens zwei Geheimdienstler, festgesetzt. Die Schiffe, die Waffen an Bord hatten, wollten ins Asowsche Meer fahren, ohne dass die Durchfahrt über die Meerenge von Kertsch zuvor beim russischen Grenzschutz angemeldet wurde. Die Schiffe mit abgeschalteten Transpondern drangen unerlaubt in das russische Territorialgebiet und reagierten nicht auf Warnungen der russischen Seite, dass sie die Staatsgrenze verletzt hatten. 

    Moskau bezeichnete dies als einen Verstoß gegen das Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen und gegen bilaterale Vereinbarungen zwischen den beiden Ländern. Zuvor hatte Kiew sich an diese Regeln gehalten und sich über das Einlaufen ukrainischer Schiffe ins Asowsche Meer mit den russischen Seebehörden verständigt.

    Die ukrainische Regierung bestreitet die Version der russischen Seite und wirft Moskau „Aggression“ vor.

    Als Reaktion ließ der ukrainische Staatschef, Petro Poroschenko, in der Ukraine ein 30-tägiges Kriegsrecht verhängen. Poroschenko bat außerdem die Nato und explizit Deutschland, Kriegsschiffe ins Asowsche Meer zu entsenden. Aus Berlin erhielt er jedoch eine Absage: Merkel rief die Ukraine auf, „klug zu sein“.

     

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    Tags:
    Staatsgrenze, Beziehungen, Seefahrt, Grenzschutz, Berater, Kertsch, Russland, USA, Ukraine