01:53 26 April 2019
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    Wladimir Putin (l.) und der chinesische Staatschef Xi Jinping beim Östlichen Wirtschaftsforum in Wladiwostok

    Warum fürchtet Washington Russlands und Chinas Politik? – US-Medien

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    Politik
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    Sollen Russland und China die derzeitige auf den US-Kapitalismus angewiesene Weltordnung ändern, drohen der Menschheit katastrophale Folgen, glaubt Journalist Tom Rogan vom Magazin „Washington Examiner“.

    Laut Rogan ist die Tatsache, dass die Welt „besser als je zuvor sei“, den Vereinigten Staaten zu verdanken. Dank ihnen lebe die Welt im Wohlstand ohne Kriege mit Ausmaßen jener des 20. Jahrhunderts und profitiere vom durch den US-Kapitalismus vorangetrieben technischen Fortschritt.

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    Um dies aufrechtzuerhalten, solle Washington mit „unangenehmen“ Staaten handeln, um „wünschenswerte langfristige Ergebnisse“ zu erzielen. Rogan lobt die Regierung des US-Präsidenten Donald Trump diesbezüglich für die Pflege enger Beziehungen zu Saudi-Arabien trotz „schlechtester Impulse“ des Kronprinzen Mohammed bin Salman.

    „Die US-Sicherheit, regionale Stabilität und ein geringeres Leid der Jemeniten tragen zu diesem aufrichtigen Realismus bei. Es ist die Kombination dieser variablen Interessen, die die US-Politik in Saudi-Arabien zur moralischen Entscheidung macht“, schreibt der Journalist.

    Er vergleicht diese angeblich auf Moral basierende Politik mit den Handlungen Russlands und Chinas in Venezuela, die laut ihm „Gleichgültigkeit gegenüber den Grundprinzipien der Menschheit“ zeigen.

    Sie seien beispielsweise nicht daran interessiert, die Macht des venezolanischen Präsidenten, Nicolas Maduro, den sie als Gegengewicht zu den USA in der Region betrachten, zu einer „höheren Moral zu animieren“. China brauche nur venezolanisches Öl, und Russland benötige Venezuelas Einfluss auf die OPEC, um seine Preisstrategie auf dem Weltölmarkt zu fördern, glaubt Rogan.

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    „Xi Jinping und Putin sind absolut glücklich, wenn sie sehen, wie die Venezolaner hungern, betteln und Prostitution betreiben. Und sie werden sich über diese Situation freuen, solange Maduro macht, was sie wollen“, so Rogan.

    Er weist auch darauf hin, dass Maduro in den letzten Monaten sowohl Russland als auch China besucht habe. Die Oberhäupter beider Staaten hätten jedoch nicht versucht, „das Leid der Menschen in Venezuela zu lindern“.

    Darüber hinaus appelliert Rogan an die Weltgemeinschaft, den Unterschied zwischen der „amerikanischen und russisch-chinesischem Realität” zu sehen.

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    Von einem grundlegenden Unterschied zeuge „das chinesische Konzentrationslagernetz, der Diebstahl von Territorien im Pazifik, Russlands Behandlung syrischer Lungen und Mordabenteurertum“, schreibt der Journalist.

    „Falls China oder Russland jemals den Realismus der von den USA angeführten internationalen Ordnung verdrängen, wäre dies für die Menschheit katastrophal“, resümiert er.

    Tom Rogan ist für seine antirussische Haltung berüchtigt. Im Frühling rief er in seinem Artikel die Ukraine zur Sprengung der Krim-Brücke auf, woraufhin die Untersuchungsbehörde Russlands ein Strafverfahren gegen den Journalisten in die Wege leitete.

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    Der Westen legt seit langem ein voreingenommenes Verhalten  gegenüber russischer Politik und russischen Medien an den Tag. Einige Experten behaupten, dass ein vom Westen ausgehender hybrider Informationskrieg vonstattengehe.

    Anfang September veröffentlichte die Frankreicher Regierung einen umfassenden Bericht, in dem sie den russischen Medien „Desinformation“ zur Last und die Verweigerung einer Akkreditierung für Journalisten von RT und Sputnik nahe legt.

    Im November sprach die ehemalige Chefin der nationalen Sicherheitsabteilung im US-Heimschutzministerium Suzanne Spaulding über die angebliche „einseitige“ Beleuchtung der Wahrheit durch russische Medien.

    „Manchmal brauchen sie sich (die russischen Medien – Anm. d. Red.) gar nichts ausdenken. Sie nehmen Kerne der Wahrheit, bestehende Auseinandersetzungen sowie Schwächen und vervielfältigen sie unendlich auf sehr einseitige Weise“, so Spaulding.

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    Tags:
    Einfluss, Moral, Realismus, Weltordnung, Washington Examiner, Tom Rogan, Jemen, Venezuela, Saudi-Arabien, China, USA, Russland