06:55 22 Oktober 2020
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    Das Ziel der ökonomischen Sanktionen gegen Russland besteht darin, es um die starke Armee und Flotte zu bringen. „Das liegt im Interesse Washingtons“, erklärte John Herbst, Ex-Botschafter der USA in Usbekistan und der Ukraine, in einem Interview des ukrainischen TV-Senders „Pryamoy“.

    „Wir möchten, dass die (russische) Wirtschaft schwächer wird, denn eine starke Wirtschaft stärkt die militärische Macht. Wir wollen nicht, dass eine starke aggressive Macht eine starke Armee oder Marine hätte. Deshalb sind die Sanktionen ohne Zweifel in unserem Interesse“, sagte Herbst, der derzeit dem Eurasischen Zentrum des Atlantikrates vorsteht.

    Er berief sich unter anderem auf Daten des Internationalen Währungsfonds (IWF), wonach das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Russlands wegen der Sanktionen jährlich etwas mehr als einen Prozentpunkt verliert.

    Zuvor hatte der US-Sondergesandte für die Ukraine, Kurt Walker, erklärt, dass „europäische Länder und Washington nach dem Zwischenfall mit ukrainischen Schiffen im Schwarzen Meer über zusätzliche Sanktionen gegen Russland nachdenken sollten“.

    Der Botschafter Russlands bei der Europäischen Union, Wladimir Tschischow, warf den USA einen Versuch vor, diesen Zwischenfall für einen verstärkten Sanktionsdruck gegen Moskau zu missbrauchen, der aber scheiterte.

    Mehr zum Thema: Lawrow beklagt „paranoide Fixiertheit“ der USA auf Sanktionen

    Im August wurde wieder ein Gesetzentwurf mit einer Palette antirussischer Maßnahmen im US-Kongress eingebracht. Die geplanten Restriktionen betreffen unter anderem die Staatsschulden Russlands und Verbindlichkeiten der staatlich geführten Geldhäuser Vneshtorgbank, Sberbank, VTB Bank, Gazprombank, Rosselkhozbank und Promsvyazbank. Medienberichten zufolge wird der Kongress allem Anschein nach es nicht schaffen, das Dokument bis Jahresende zu erörtern.

     

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    Tags:
    Schwächung, Armee, Sanktionen, Kurt Walker, John Herbst, Wladimir Tschischow, USA, Russland