12:03 23 Januar 2019
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    USA versprechen „Einheitsfront“ gegen Kreml

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    Die USA begrüßen die Entscheidung der EU über eine Verlängerung der antirussischen Sanktionen und versprechen, auch weiterhin zusammen mit den Europäern an einer „Einheitsfront“ teilzunehmen. Dies sagte der Sprecher des US-Außenministeriums, Robert Palladino.

    „Wir begrüßen die einstimmige Entscheidung des Europäischen Rates, die Wirtschaftssanktionen gegen Russland zu verlängern“, so Palladino.

    Ihm zufolge teilen die USA die Position der Europäischen Union, die den jüngsten Zwischenfall im Schwarzen Meer (in der Straße von Kertsch – Anm. d. Red.) als Angriff Russlands auf ukrainische Schiffe und als Verstoß gegen das Völkerrecht betrachte.

    Moskau hat wiederholt darauf verwiesen, dass die ukrainischen Schiffe die Staatsgrenze verletzt hätten und von der russischen Küstenwache aufgebracht worden seien, die pflichtgemäß gehandelt habe.

    „Die USA werden Russland auch weiterhin wegen seiner Handlungen zur Verantwortung ziehen, und wir werden auch weiterhin mit den europäischen Verbündeten und Partnern zusammenarbeiten, um eine Einheitsfront gegen die Aggression des Kremls zu bilden“, sagte der Sprecher des State Department.

    Die EU-Führung hatte zuvor die Wirtschaftssanktionen gegen Russland verlängert. Der Europäische Rat hat zudem gefordert, dass die festgenommenen ukrainischen Seeleute und die festgesetzten Schiffe unverzüglich freigegeben werden.

    Drei Schiffe der ukrainischen Marine hatten am 25. November die russische Seegrenze verletzt, gefährliche Manöver in russischen Hoheitsgewässern ausgeführt und alle Anweisungen der russischen Küstenwache ignoriert. Schließlich wurden die Schiffe 50 Kilometer südwestlich der Krim-Brücke festgesetzt.

    Schiffe der ukrainischen Marine, die bei Kertsch festgenommen wurden
    © Sputnik / Pressedienst des Grenzschutzamtes des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB
    Laut einer Mitteilung des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB wurden dabei drei ukrainische Matrosen leicht verletzt. An Bord der ukrainischen Schiffe befanden sich Agenten des ukrainischen Geheimdienstes SBU, die die Provokation offenbar koordiniert hatten. Gegen die Festgenommenen wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

    Der russische Präsident Wladimir Putin hat den Zwischenfall als Provokation eingestuft.

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    Tags:
    Zwischenfall, Provokation, Marine, Ukrainischer Sicherheitsdienst SBU, EU, Wladimir Putin, USA, Russland, Ukraine