06:08 20 Januar 2019
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    Gelbwesten-Proteste in Paris

    BBC-Reporterin gibt zu: Sender sucht aktiv „russische Spur” bei Gelbwesten-Protesten

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    Politik
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    Eine Mitarbeiterin des Russland-Dienstes der BBC hat in einer Korrespondenz mit einem Kollegen verraten, dass der Sender aktiv auf der Suche nach der „russischen Spur“ bei den Gelbwesten-Protesten in Frankreich sei. Die Journalisten sollen angewiesen worden sein, nach jedem Hinweis zu suchen, der nach Moskau führt.

    Sputnik liegt die Korrespondenz der BBC-Korrespondentin Olga Iwschina mit einem russischen Journalisten vor, der in den sozialen Netzwerken die Proteste in Frankreich beleuchtet.

    Die Korrespondentin fragt den Russen mit Nachdruck danach, ob man nicht doch etwas „Russisches“ an den Protesten finden könne. Dieser antwortet ihr jedoch, dass er bisher keinen russischen Bürger bei den Protesten gesehen habe.

    Diese Antwort findet die BBC-Mitarbeiterin jedoch nicht zufriedenstellend.

    „Vielleicht kassiert irgendein russisches Geschäft davon stark ab? Vielleicht essen die dort massenweise Frikadellen?“, fragt die Journalistin.

    Die Frau fragte auch, ob Vertreter der rechtskonservativen „Front National“ bei den Protesten dabei seien und ob sie über Putin und eine mögliche Verbindung zu Moskau sprechen würden. Der russische Korrespondent verneinte das ebenfalls.

    Die Reporterin wollte jedoch nicht aufgeben: „Aber vielleicht geben dort die Rechtsextremisten den Ton an? Und die kann man schon mit Putin in Verbindung bringen.“

    Sie müsse nach unterschiedlichen Blickwinkeln suchen, weil der Sender hinter dem „Blut“ her sei.

    Schon vor einigen Tagen tauchten im Netz erwartungsgemäß Spekulationen über „die Hand des Kremls“ bei den heftigen Protesten in Frankreich auf. Hauptsächlich sind sie dem ukrainischen Geheimdienst SBU zu verdanken, der den russischen FSB für die Krawalle verantwortlich machte.

    Auch britische Medien standen ihm in nichts nach, als sie von „Hunderten Accounts in den sozialen Netzwerken“ berichteten, die angeblich direkt mit dem Kreml verbunden sein sollen. Zudem tauchten auf Twitter Videos auf, die manche als „Beleg“ für die russische Einmischung betrachten würden.

    Daraufhin kündigte der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian Ermittlungen an, um die Gerüchte um die „russische Spur“ zu prüfen.

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    Tags:
    Einmischung, FSB, Inlandsgeheimdienst der Ukraine (SBU), BBC, Russland, Paris, Frankreich