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00:59 20 Juli 2019
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    Gelbwesten-Proteste in Paris

    Gelbwesten: Franzosen finden bislang keine Hinweise auf Moskaus Verwicklung - Medien

    © REUTERS / Benoit Tessier
    Politik
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    Französische Geheimdienste haben bislang keine Hinweise auf die Verwicklung russischer Nachrichtendienste in die „Verbreitung von Falschinformationen zu den Gelbwesten-Protesten“ gefunden. Dies berichtet die französische Zeitung „Le Journal du Dimanche“ unter Berufung auf Quellen in den Geheimdiensten.

    Die französischen Auslands- und Inlandsgeheimdienste DGSE und DGSI haben demnach zum Ende der Woche keine Anzeichen für die „russische Spur“ entdeckt.

    „Zu diesem Zeitpunkt haben wir deren Verwicklung in diese Bewegung nicht festgestellt. Das ist aber keine endgültige Analyse“, zitiert das Blatt einen Geheimdienst-Vertreter.

    Der französische Präsident Emmanuel Macron hatte laut der Zeitung zu Beginn der Ausschreitungen im Lande die Geheimdienste angewiesen, mögliche Einmischung aus dem Ausland zu prüfen.

    Schon vor einigen Tagen tauchten im Netz erwartungsgemäß Spekulationen über „die Hand des Kremls“ bei den heftigen Protesten in Frankreich auf. Hauptsächlich sind sie dem ukrainischen Geheimdienst SBU zu verdanken, der den russischen FSB für die Krawalle verantwortlich machte.

    Auch britische Medien standen ihm in nichts nach, als sie von „Hunderten Accounts in den sozialen Netzwerken“ berichteten, die angeblich direkt mit dem Kreml verbunden sein sollen. Zudem tauchten auf Twitter Videos auf, die manche als „Beleg“ für die russische Einmischung betrachten würden.

    Daraufhin kündigte der französische Außenminister Jean-Yves Le Drian Ermittlungen an, um die Gerüchte um die „russische Spur“ zu prüfen.

     

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    Tags:
    Geheimdienst, Krawalle, Demonstrationen, Proteste, Gelbwesten, Emmanuel Macron, Moskau, Russland, Frankreich