02:26 22 April 2019
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    Sie soll eine unbegrenzte Reichweite haben: Die Sarmat-Rakete

    Herausforderung US-Raketenschild: Russische Raketentruppen treffen Vorsorge

    © AP Photo / RU-RTR Russian Television
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    Die Strategischen Raketentruppen Russlands sind laut ihrem Befehlshaber Sergej Karakajew gut gewappnet gegen den umstrittenen US-Raketenschild in Europa: Man habe in militärischer wie technischer Hinsicht Vorsorge getroffen, um die verheerenden Folgen für das seit dem Kalten Krieg bestehende atomare Gleichgewicht auszugleichen.

    Die Strategischen Raketentruppen, die am heutigen Montag 59 Jahre alt werden, hätten bereits eine Reihe von militärtechnischen Maßnahmen in Angriff genommen, um dem US-amerikanischen Raketenabwehrsystem in Europa seine Effektivität zu nehmen, sagte Karakajew in einem Interview mit der Zeitung „Krasnaja Swesda“ (zu dt. „Roter Stern“) des russischen Verteidigungsministeriums.

    „Es handelt sich vor allem um den Bau von Raketenkomplexen, die mit modernen Mitteln zum Durchdringen der Raketenabwehr und perspektivischen Gefechtsköpfen ausgestattet sowie besonders überlebensfähig sind.“

    Darüber hinaus werde daran gearbeitet, die Möglichkeiten der russischen Interkontinentalraketen hinsichtlich Flugbahn und Ballistik zu erweitern. Neue Waffen gegen die Informations-, Befehls-, und Angriffskomponente des US-Raketenschildes würden entwickelt.

    Vize-Premier: Russische Raketen werden US-Abwehrschilde „in Stücke reißen“ >>

    Dem General zufolge hat die neue russische Interkontinentalrakete RS-28 Sarmat (Nato-Code: Satan 2), die laut Präsident Wladimir Putin eine unbegrenzte Reichweite hat, alle geplanten Wurftests bereits erfolgreich hinter sich gebracht. Auf dem Startplatz Plessezk im nordwestlichen Russland sollen demnächst Flugtests beginnen, woraufhin Sarmat in Serie gehen werde. Die Einheit Uschur in der sibirischen Region Krasnojarsk solle 2021 als erste mit den neuartigen Raketen bewaffnet werden.

    Noch zwei Jahre davor würden erste Hyperschall-Raketensysteme des Typs Avangard, die bereits im Rüstungskonzern NPO Maschinostrojenija in Serie gebaut werden, bei der Truppe den Dienst antreten.

    VIDEO zeigt Start einer Avangard-Rakete >>

    Die USA waren 2002 von dem mit Russland geschlossenen Vertrag zur Begrenzung der Raketenabwehrsysteme einseitig zurückgetreten und hatten die Aufstellung von Abfangraketen und Radaranlagen in Osteuropa angekündigt – offenbar um russische Interkontinentalraketen abfangen zu können. Formell begründete Washington diese Pläne mit dem Schutz vor dem Iran, der damals wegen seiner Atom- und Raketenprogramme international unter Druck stand.

    Das Vorhaben stößt bei Russland auf Widerstand, weil die USA es ablehnen, rechtsverbindlich zu garantieren, dass der entstehende Raketenschirm nicht Russlands Atomraketen zum Ziel hat.

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    Tags:
    Strategische Raketentruppen, USA, Russland