19:57 21 Januar 2019
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    Aktion der ukrainischen Nationalisten vor der russischen Botschaft in Kiew (Archivbild)

    Lawrow: „Ukrainisches Regime hat alle Merkmale eines Nazi-Regimes“

    © Sputnik / Stringer
    Politik
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    Das derzeitige Kiewer Regime weist alle Merkmale eines Nazi-Regimes auf, aber Russland kämpft nicht dagegen, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow gegenüber dem Radiosender „Komsomolskaja Prawda“. Er versprach außerdem, dass Russland mit der Ukraine keinen Krieg führen werde.

    „Wir kämpfen nicht gegen das ukrainische Regime. Gegen das ukrainische Regime, das alle Merkmale eines Nazi- und Neonazi-Regimes aufweist, kämpfen russischsprachige ukrainische Bürger, die im Donbass leben“, sagte Lawrow im Interview.

    Er beantwortete außerdem die Frage, warum Russland nicht die Unabhängigkeit der selbsternannten Donbass-Republiken anerkennt. Das wäre „die Manifestation eines Nervenzusammenbruchs und einer Schwäche“, so Lawrow. Dies würde bedeuten, den Rest der Ukraine in die Hände des Nazi-Regimes zu legen. Wenn Russland die Ukraine als neutrales Land erhalten wolle, müsse es dafür sorgen, dass sich jeder, der in der Ukraine lebt, in einem komfortablen Zustand befinde.

    Dazu versprach er, dass Russland mit der Ukraine keinen Krieg führen wird. „Wir werden nicht gegen die Ukraine kämpfen, das verspreche ich Ihnen“, erwiderte der Außenminister, fügte aber hinzu, Russland würde erneuten Provokationen entgegenwirken. Lawrow sei sich sicher, dass Präsident Petro Poroschenko gerade neue Provokationen vorbereite, nämlich eine bewaffnete Provokation an der Grenze zu Russland Ende Dezember:

    „Das ist unser Land, das ist unsere Grenze. Wir werden ihm nicht erlauben, seine eigenen Interessen zu pflegen, wie immer er sie auch verstünde, und damit die Rechte zu verletzen, die die Bürger der Krim in voller Übereinstimmung mit dem Völkerrecht verteidigt haben“, sagte Lawrow.

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    Seiner Ansicht nach soll Russland seine Beziehungen zur Ukraine nicht abbrechen. „Die ukrainische Bevölkerung hat nichts damit zu tun, und deren überwiegende Mehrheit, da bin ich mir sicher, will Frieden für ihr Land, dieses schändliche Regime loswerden und zu normalen Beziehungen zu Russland zurückkehren“, fuhr Lawrow fort. Dafür müssten die inneren Probleme der Ukraine gelöst werden. Sie seien viel breiter und tiefer als nur die Donezker und Lugansker Volksrepublik.

    Zuvor hatte der ukrainische Präsident Petro Poroschenko den Beginn eines „Krieges“ mit Russland angekündigt. So kommentierte er gegenüber ausländischen Journalisten den Vorfall in der Straße von Kertsch, bei dem ukrainische Schiffe die russische Grenze verletzt hatten und inhaftiert wurden. Am 26. November hatte Poroschenko in der Ukraine das Kriegsrecht für 30 Tage verhängt.

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    Tags:
    Donbass-Krieg, Regime, Donbass, Völkerrecht, Krieg, Aussenministerium Russlands, Petro Poroschenko, Sergej Lawrow, Volksrepublik Donezk, Volksrepublik Lugansk, Straße von Kertsch, Donbass, Krim, Lugansk, Donezk, Russland, Ukraine