12:07 23 Januar 2019
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    Wintermanöver der US-Streitkräfte (Archivbild)

    Politologe: USA fürchten Schmach im Kampf um die Arktis mit Russland

    © Foto: U.S. Air Force/ Senior Airman J.T. Armstrong
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    Die USA haben auf eine Übung in der Arktis verzichtet – aus Furcht vor möglichen Ausfällen ihres Eisbrechers. Denn in diesem Fall müssten sie Russland um Hilfe bitten. Der russische Politologe Geworg Mirsajan vermutete in einem Interview für den Radiosender Sputnik, dass die Amerikaner Angst vor einem geopolitischen Fiasko haben.

    Die Website „Business Insider“ verwies darauf, dass die USA über zwei Eisbrecher verfügen, wobei nur einer von ihnen schwer genug sei und in die Arktis bzw. Antarktis geschickt werden könnte. Das sei die „Polar Star“, die mehr als 40 Jahre alt sei und deren Betriebszeit beinahe zu Ende sei.

    Angesichts dessen soll der frühere Befehlshaber der US-Küstenwache, Paul Zukunft, sich dagegen geäußert haben, als der Nationale Sicherheitsrat dieses Schiff über die Nordostpassage zu Übungen entsenden wollte. „Ich kann Ihnen nicht garantieren, dass während des Manövers keine katastrophalen technischen Ausfälle passieren … Dann müsste ich mich an Russland wenden, damit es das Schiff zu einem sicheren Ort bugsiert“, so Zukunft.

    Eisbrecher
    © Sputnik / Valeriy Melnikov

    Laut „Business Insider“ haben die USA gerade wegen des Mangels an Eisbrechern Probleme bei der Arktis-Erschließung, und diese seien vor allem beim Vergleich mit Russland offensichtlich.

    Der Politologe Geworg Mirsajan von der Finanzuniversität bei der Regierung Russlands äußerte gegenüber Sputnik die Meinung, dass sich die Amerikaner vor ihrem größten Gegner im Kampf um die Arktis wohl nicht blamieren wollten.

    „Falls die USA jetzt zeigen, dass sie einfach keine Ressourcen für den Kampf um die Arktis haben, dass sie dabei auf russische Ressourcen zurückgreifen müssten, so dass die Russen ihnen helfen müssten, wäre das ein geopolitisches Fiasko für die Vereinigten Staaten. Natürlich beschloss Washington in dieser Situation, sich nicht zu blamieren und diese Übung einfach abzusagen – jedenfalls solange es keine technischen Möglichkeiten  hat, sie ohne Hilfe seitens Russlands durchzuführen. Wir sind immerhin die größten Gegner Washingtons im Kampf um die Arktis. Und in dieser Situation wäre es eine Schande, den Gegner um die Evakuierung der eigenen Schiffe zu bitten“, stellte der Experte fest.

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    Tags:
    Absage, Seemanöver, Übung, Eisbrecher, U.S. Navy, Arktis, USA, Russland