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22:46 18 Oktober 2019
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    Flugabwehrraketensystem vom Typ Patriot

    Kreml gibt Einschätzung zu möglichem Verkauf amerikanischer Patriot-Systeme an Türkei

    © AFP 2019 / Kim Jae-Hwan
    Politik
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    Der mögliche Deal über den Verkauf von amerikanischen Patriot-Systemen und die Lieferung von russischen S-400-Komplexen an die Türkei hängen nicht zusammen, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Die Umsetzung des Vertrages mit Russland wird ihm zufolge fortgesetzt.

    „Das sind nicht miteinander verbundene Prozesse; in diesem Fall realisieren wir jene Vereinbarungen, die wir bereits mit den türkischen Kollegen haben. Sie wissen, dass sich das Projekt und Abkommen über die S-400 Systeme im Umsetzungsstadium befindet, und es wird fortgesetzt“, sagte Peskow gegenüber Journalisten.

    Darüber hinaus erklärte Peskow, dass der russisch-türkische Vertrag über die S-400-Lieferung die Nichtoffenlegung bestimmter Informationen durch Ankara vorsieht:

    „Im Regelfall begleiten juristische Verpflichtungen zur Nichtoffenlegung bestimmter Informationskategorien (empfindlicher Informationen), die mit dieser Kooperation und dieser Zusammenwirkung verbunden sind, obligatorisch die Umsetzung der militärtechnischen Zusammenarbeit Russlands mit anderen Ländern. Solche Verpflichtungen hat auch die türkische Seite.“

    Somit kommentierte der Kreml-Sprecher die Information über den möglichen Zugang amerikanischen Personals zu den russischen S-400-Systemen in der Türkei.

    „Wir sehen keine Gründe, unseren türkischen Partnern nicht zu vertrauen“, fügte er hinzu.

    Zuvor hatte die Defense Security Cooperation Agency berichtet, dass das US-Außenministerium den möglichen Deal mit der Türkei über den Verkauf von Flugabwehrraketen-Systemen Patriot gebilligt habe. Die Genehmigung gilt für den Verkauf von 80 Patriot- und 60 anderen Raketen an Ankara. Die Vertragssumme beträgt 3,5 Milliarden US-Dollar.

    Russland und die Türkei hatten im Dezember 2017 ein Kreditabkommen zur Lieferung von S-400 unterzeichnet. Ankara kauft demnach zwei Batterien, die von türkischen Militärs bedient werden. Zwei weitere Batterien sollen in der Türkei montiert werden.

    Die USA und andere Nato-Länder haben Ankara wiederholt wegen des Deals mit Moskau kritisiert. So warnte der Berater des US-Außenministers, Wess Mitchell, dass sich der Kauf von S-400-Anlagen negativ auf die Lieferung von F-35-Flugzeugen aus den USA an die Türkei auswirken könnte.

    Ende Juli 2018 hatte der türkische Präsident Erdogan gegenüber der Zeitung „Haberturk“ den USA mit dem internationalen Schiedsgericht gedroht, falls Washington keine F-35-Kampfjets an Ankara liefern sollte.

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    Tags:
    Lieferung, Deal, Verkauf, Vertrag, S-400, Patriot, Kreml, Dmitri Peskow, Türkei, Russland, USA