15:39 21 Januar 2019
SNA Radio
    Jährliche Pressekonferenz von dem Russlands Präsidenten Wladimir Putin

    Vorerst „keine Anzeichen” für US-Abzug aus Syrien – Russlands Präsident

    © Sputnik / Natalja Seliwerstowa
    Politik
    Zum Kurzlink
    Putins Jahrespressekonferenz 2018 (8)
    13632

    Russlands Präsident Wladimir Putin sieht noch kein Anzeichen für den angekündigten Abzug der US-Truppen aus Syrien.

    „Was den Abzug amerikanischer Truppen betrifft, weiß ich nicht, was das ist”, sagte Putin auf der jährlichen Pressekonferenz in Moskau. Die US-Präsenz in Afghanistan dauere seit 17 Jahren an. Washington verkünde fast jedes Jahr den Abzug, die Truppen seien aber bislang noch da.

    >>>Weitere Sputnik-Artikel: Washington stellt Luftangriffe in Syrien ein – Medien<<<

    „Wir sehen vorerst keine Anzeichen für einen Abzug amerikanischer Truppen, wir halten ihn aber für möglich. Umso mehr befinden wir uns auf dem Weg zu einer politischen Regelung”, so der Präsident.

    Anschließend stimmte er der Einschätzung seines amerikanischen Amtskollegen, Donald Trump, generell zu, nach dessen Worten der Islamische Staat in Syrien besiegt sei. Washingtons Entscheidung bezeichnete er als richtig. „Wir haben auf diesem Territorium erhebliche Veränderungen im Kampf gegen den Terrorismus erzielt und dem ISIL (aktuell IS* – Anm. d. Red.) schwere Schläge verpasst”, betonte Putin.

    >>>Weitere Sputnik-Artikel: Trotz US-Abzug aus Syrien: Frankreichs Militär setzt Operation fort<<<

    Zugleich warnte er vor der Ausbreitung von Terrormilizen in benachbarte Regionen Syriens. „Das ist eine große Gefahr für uns alle, auch für Russland, die USA, für Europa sowie für die Länder Zentralasiens“.

    Das Weiße Haus gab am Mittwoch bekannt, dass die USA mit dem Truppenabzug aus Syrien begonnen hätten. Der Abzug bedeute aber nicht den Stopp der Aktivitäten der US-geführten Koalition im Kampf gegen den IS.

    >>>Weitere Sputnik-Artikel: Trotz geplantem US-Abzug aus Syrien: London hält an Militäroperationen fest<<<

    Nach Angaben von Reuters werden alle Mitarbeiter des US-State Departments binnen 24 Stunden aus Syrien abreisen und die US-Streitkräfte das Land innerhalb der nächsten 60 bis 100 Tage verlassen.

    US-Präsident Donald Trump schrieb am Mittwochabend auf seiner Twitter-Seite, dass der „Islamische Staat“ in Syrien besiegt sei.

    Nach Einschätzungen des Pentagons verbleiben jedoch noch rund 30.000 Terrorkämpfer in Syrien, wie der Nachrichtensender CNN berichtet.

    *Eine in Russland verbotene Terrorvereinigung

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Themen:
    Putins Jahrespressekonferenz 2018 (8)
    Tags:
    Abzug, Truppen, IS, Donald Trump, Wladimir Putin, Afghanistan, Syrien, USA