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    Südchinesisches Meer

    National Interest: Fünf Orte, wo der Dritte Weltkrieg beginnen kann

    © AP Photo / Ritchie B. Tongo
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    Im Jahr 2019 werden laut dem US-amerikanischen Magazin „The National Interest“ das Südchinesische Meer, die Ukraine, der Persische Golf und die koreanische Halbinsel die „heißesten“ Regionen bleiben, in denen der Ausbruch des Dritten Weltkrieges möglich wäre.

    Einer der „Brennpunkte“, so Robert Farley, Gastprofessor des War College (USAWC) der US-amerikanischen Armee, sei das Südchinesische Meer, wo die Konfrontation zwischen den USA und China ablaufe, die einen Handelskrieg miteinander führen würden. Bisher habe der Wirtschaftskrieg im Rahmen von Wirtschaftssanktionen und Zollstreitigkeiten stattgefunden. Wenn sich jedoch die bilateralen Beziehungen verschlechtern würden, könne der Konflikt weiter eskalieren, so der Autor.

    Laut Farley ist die Ukraine ein weiterer wahrscheinlicher Ort, wo der Weltkrieg beginne könnte. Dabei verwies er auf den jüngsten Vorfall in der Straße von Kertsch, nach dem die Spannung in der Region zugenommen habe. Gleichzeitig äußerte er, dass Russland höchstwahrscheinlich nicht daran interessiert sei, den Status quo vor den Wahlen in der Ukraine zu verändern, die wiederum Ungewissheit in die Situation bringen könnten. Angesichts der anhaltenden Spannungen zwischen den USA und Russland könne sogar ein kleiner Schock das empfindliche Gleichgewicht zerstören, das in der Region in den letzten Jahren bestanden habe, warnt Farley.

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    Der Militärexperte vertritt die Ansicht, dass der Persische Golf nach wie vor die dritte „heiße“ Region bleibt. Hier würden die Spannungen aufgrund des wirtschaftlichen Drucks seitens der USA auf den Iran sowie der Konflikte im Jemen und in Syrien steigen. Angesichts der strategischen Bedeutung der Region könne jede Ausdrucksform von Instabilität hier zu einem offenen Konflikt zwischen den USA, Russland und sogar China führen, so der Autor weiter.

    Der vierte Spannungsherd sei die koreanische Halbinsel, trotz der jüngsten Friedensinitiativen der USA und der Demokratischen Volksrepublik Korea, sagt der Professor. Seinen Worten nach können sich die Beziehungen zwischen Washington und Pjöngjang jederzeit verschlechtern, außerdem hätten auch andere wichtige Akteure – China und Japan – Unstimmigkeiten in der koreanischen Frage.

    Die Verschlechterung der Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und China deute nichts Gutes an und „Brennpunkte“ könnten im Laufe der Zeit auch in anderen Regionen entstehen, schreibt der Autor. Dabei würde die Krise der US-amerikanischen Militärhegemonie und der etablierten Weltordnung davon zeugen, dass die nahe Zukunft wahrscheinlich gefährlicher sein werde als die jüngste Vergangenheit.

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    Tags:
    Spannungsherd, Koreanische Halbinsel, Russland, China, USA