04:14 26 April 2019
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    Recep Tayyip Erdogan

    „Er sät Böses“: Erdogan greift Netanjahu hart an

    © Sputnik / Yevgeniy Biyatov
    Politik
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    Der Präsident der Türkei, Recep Tayyip Erdogan, hat Israel beschuldigt, gegenüber den Palästinensern eine Politik des Staatsterrors zu führen.

    „Als Präsident der Türkei bin ich die Stimme der Unterdrückten und unternehme alle Schritte, um den Unterdrückten zu helfen. Und der Chef der israelischen Regierung ist die Stimme der Unterdrücker. Er sät Böses, indem er Staatsterror betreibt“, sagte Erdogan auf einer Kundgebung in Istanbul.

    Israel müsse „die Verantwortung für Gräueltaten und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Blutvergießen und Zerstörung tragen“, so Erdogan.

    Am Freitag waren vier Palästinenser Opfer von Auseinandersetzungen mit israelischen Truppen geworden, zu denen es am Tag zuvor entlang der Grenze zum Gazastreifen gekommen war. Vierzig Palästinenser, darunter zwei Journalisten, wurden durch Kampfgeschosse verletzt.

    Die Proteste waren die Fortsetzung der Protestaktionen des „Großen Marsches der Rückkehr“, die fast acht Monate lang andauern und an denen Tausende von Bewohnern der Enklave teilnahmen; freitags laufen sie besonders intensiv ab.

    Die Opferzahl stieg im Vergleich zu den vorangegangenen Wochen deutlich an, als die Proteste schwächer geworden waren. Ein Grund dafür war die massive Hilfe, die Katar dem Gazastreifen unter Zustimmung Israels gewährt hatte. Zudem hätten dazu auch die Bemühungen der ägyptischen Vermittler beigetragen, die an einem langfristigen Beilegungsprojekt arbeiten, sowie die hohe Wahrscheinlichkeit einer israelischen Militäroperation.
    >> Weitere Sputnik-Artikel: Erdogan verschiebt Militäroperation in Syrien nach Telefonat mit Trump

     

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    Tags:
    Protestaktionen, Benjamin Netanjahu, Recep Tayyip Erdogan, Gazastreifen, Israel, Türkei