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12:54 13 November 2019
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    das britische Spähschiff „HMS Echo“ in dem Odessa-Hafen

    Britisches Militärschiff in Odessa: Ukraine wird zu Provokationen angestiftet

    © REUTERS / Yevgeny Volokin
    Politik
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    Russlands Botschaft in London hat den Besuch des britischen Spähschiffs „HMS Echo“ im Hafen von Odessa verurteilt, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Montag.

    Wie der britische Verteidigungsminister Gavin Williamson zuvor mitteilte, wollte London damit seine Unterstützung für die Ukraine ausdrücken und ein Signal senden, dass das Schwarze Meer nicht russisch, sondern international ist. Russische Diplomaten bezeichneten die Ankunft der „HMS Echo“ in Odessa als Anstiftung zu neuen Provokationen seitens der Ukraine. Experten in Kiew rechnen allerdings damit, dass die Handlungen der westlichen Verbündeten „erst der Beginn“ seien.

    „Wir sagen Russland, wir sagen Präsident Putin, dass sie nicht mehr weiter vorgehen können, indem internationale Gesetze und Normen außer Acht gelassen werden“, sagte der britische Verteidigungsminister Gavin Williamson während seines Odessa-Besuchs am Freitag, wo sich zum selben Zeitpunkt die „HMS Echo“ aufhielt. „In erster Linie wollen wir unser Recht zeigen, Häfen wie Odessa zu besuchen, und dass Schiffe und Flotten im Schwarzen Meer freie Fahrt haben. Das ist kein russisches, sondern ein internationales Meer“, so Williamson.

    Während seines Odessa-Besuchs probierte sich der britische Minister am Steuer des Panzerbootes „Gjursa“ der ukrainischen Marine. Mit einem Schiff dieses Typs versuchten ukrainische Marinesoldaten am 26. November die Straße von Kertsch zu passieren, wurden jedoch vom russischen Grenzschutz gestoppt. Zudem traf sich Williamson mit den Verwandten der festgenommenen Marinesoldaten.

    Die russische Botschaft in London reagierte scharf auf das Vorgehen und die Äußerungen des britischen Verteidigungsministers, jedoch am 22. Dezember, als die „HMS Echo“ den Hafen von Odessa verließ. „Nachdem die Aufgabe einer effektiven Beseitigung der Drohnen über dem Flughafen Gatwick nicht gelöst worden war, befasste sich Williamson wohl mit einer sicheren Sache – die Ukraine zu neuen militärischen Provokationen anzustiften“, hieß es in der russischen Botschaft. „Das Signal kam in Russland tatsächlich an – es besteht darin, dass die britische Regierung der Konservativen dem Kiewer Regime ungeachtet aller seiner verantwortungslosen Schritte immer politische und militärische Unterstützung leisten wird.“

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    Kiew zeigte sich begeistert vom Besuch des britischen Verteidigungsministers in Odessa. Laut einer Quelle der Radikalen Partei in der Werchowna Rada wird damit gerechnet, dass der Besuch der „HMS Echo“ erst der Beginn des Drucks des Westens auf Moskau beim Thema Schiffsverkehr im Schwarzen und Asowschen Meer sei.

    Die Kräfte des Westens und die Nato wollen die Ukraine unterstützen. Die USA lieferten bereits Javelin-Panzerabwehrlenkwaffen an die Ukraine, der Fakt der russischen Aggression werde nicht bestritten, so die Quelle.

    Allerdings muss angemerkt werden, dass das britische Schiff nicht versucht hat, die Straße von Kertsch zu passieren. Der Chef des ukrainischen Sicherheits- und Verteidigungsrats, Alexander Turtschinow, behauptete zwar in einem Interview, Kiew habe die Nato-Länder zu einer gemeinsamen Fahrt aus dem Schwarzen ins Asowsche Meer eingeladen, aber keine Antwort bekommen. Turtschinow erwähnte auch eine mögliche Teilnahme von OSZE-Vertretern an dieser Fahrt. Die Leiterin der OSZE-Abteilung für Kommunikation und Medienbeziehungen, Ina Parvanova, sagte allerdings am 20. Dezember, dass die Organisation keine Einladung bekommen hätte. Sollte eine solche aber eintreffen, würde sie aufmerksam behandelt werden.

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    „Soweit ich weiß, wird eine solche Fahrt vorbereitet, jedoch nicht in diesem Monat“, sagte der stellvertretende Minister der Ukraine für zeitweilig besetzte Gebiete und verschleppte Personen, Juri Grymtschak, am 21. Dezember. Später drückte er sein Bedauern aus, dass die „HMS Echo“ nicht versucht habe, in das Asowsche Meer zu fahren. „Wenn gesagt wird, dass Russland die Durchfahrt des britischen Schiffs verhindern würde, stellt sich die Frage: Hat es jemand versucht? Interessant ist: Wenn dieses Schiff im Konvoi fährt, wie wird darauf reagiert?“, so Grymtschak.

    „Ich denke nicht, dass Großbritannien auf diesen Vorschlag des stellvertretenden Ministers reagieren wird“, sagte das Mitglied des Verteidigungsausschusses des russischen Föderationsrats, Franz Klinzewitsch. „Dort versteht man sehr genau, welche Folgen die Umsetzung dieses Plans haben kann. Der Vorschlag selbst zeigt nochmals, welche Gefahr das aktuelle Kiewer Regime darstellt. Das ist schon nicht mehr Russlandhass. Das Regime befindet sich zunehmend in einem psychopathischen Zustand.“

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    Tags:
    Aufklärungsschiff HMS Echo, OSZE, NATO, Wladimir Putin, Westen, Großbritannien, Ukraine, Russland