07:17 22 Januar 2019
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    Türkische Militärtechnik im syrischen Afrin  (Archivbild)

    Ankara verkündet baldigen Start eines Militäreinsatzes östlich des Euphrats

    © Foto : Sputnik Türkiye / Hikmet Durgun
    Politik
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    Die Türkei beabsichtigt laut ihrem Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu, einen Militäreinsatz östlich des Euphrats möglichst schnell einzuleiten.

    „Wir sind fest entschlossen, möglichst schnell in die Gebiete östlich des Euphrats zu marschieren. Die USA geben eine Verzögerung des Abzuges der kurdischen Formationen in Manbidsch zu“, zitiert die Zeitung Hurriyet Çavuşoğlu.

    türkische Panzer während der Übungen (Archiv)
    © AP Photo / Turkish Military/Pool Photo
    Wie er weiter betonte, wird Ankara in enger Koordinierung mit den USA beim Abzug von deren Truppen aus Syrien stehen, damit dies „nicht den Interessen der kurdischen Selbstverteidigungseinheiten YPG dient“.  

    Der türkische Präsident, Recep Tayyip Erdogan, hatte Anfang dieser Woche eine Militäroperation gegen die Kurden im syrischen Manbidsch und östlich des Euphrat angekündigt. Der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar sagte am 20. Dezember, dass seine Armee sich „intensiv“ auf die Operation in Syrien vorbereite, und versprach, die Kurden „in Schützengräben und Tunneln“ zu begraben.

    Donald Trump hatte zuvor den Sieg in Syrien über den IS verkündet und dabei geäußert, dass der Kampf gegen den Islamischen Staat* der einzige Grund für die Präsenz des amerikanischen Militärs in Syrien gewesen sei. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, hatte erläutert, die USA würden mit dem Truppenabzug aus Syrien beginnen, jedoch würde das keinen Stopp der Aktivitäten der US-geführten Koalition im Kampf gegen den IS bedeuten.

    *Eine in Russland verbotene terroristische Organisation.

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    Tags:
    Beginn, Militäreinsatz, kurdische Selbstverteidigungskräfte YPG, Terrormiliz Daesh, Sarah Sanders, Hulusi Akar, Mevlüt Çavuşoğlu, Recep Tayyip Erdogan, USA, Syrien, Türkei