04:20 22 April 2019
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    Ankunft russischer Langstreckenbomber vom Typ Tu-160 nach Venezuela

    Botschafter: Erneut Flüge russischer Kampfjets nach Venezuela möglich

    © AFP 2019 / Federico Parra
    Politik
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    Russlands Botschafter in Venezuela, Wladimir Sajemski, schließt nicht aus, dass erneut russische Kampfjets in dieses südamerikanische Land geschickt werden.

    „Im Rahmen des russisch-venezolanischen Zusammenwirkens in dieser Richtung wird nicht ausgeschlossen, dass derartige Veranstaltungen auch in Zukunft stattfinden werden, und zwar wie zuvor unter strikter Einhaltung der Völkerrechtsnormen“, kommentierte der Diplomat die scharfe Kritik an dem vor kurzem erfolgten Flug russischer Kampfjets seitens der USA.

    Zudem wies er die Informationen über angebliche Verhandlungen zur Einrichtung einer russischen Militärbasis in Venezuela als Erfindung zurück.

    Am 10. Dezember waren zwei russische strategische Tu-160-Überschallbomber in Venezuela eingetroffen, um an einer Militärübung teilzunehmen. Den beiden so genannten „Weißen Schwänen“ waren ein schweres Frachtflugzeug vom Typ An-124 „Ruslan“ und eine Il-62-Passagiermaschine gefolgt. Am 14. Dezember verließen die russischen Tu-160-Flugzeuge das Land.

    Das Pentagon bezeichnete den Flug der russischen Flugzeuge nach Venezuela als „provokativ“. Die Webseite „Washington Free Beacon“ verwies ihrerseits darauf, dass dies bereits der siebte Flug von Tu-160-Bombern nach Südamerika innerhalb der letzten sieben Monate gewesen sei.

    Auch US-Außenminister Mike Pompeo wollte dazu nicht schweigen: „Die russische Führung hat ihre Bomber durch die ganze Welt nach Venezuela geschickt. Die Völker Russlands und Venezuelas sollten das so sehen, wie es ist: Zwei korrupte Regierungen vergeuden öffentliche Mittel und unterdrücken die Freiheit, während ihre Bevölkerung leidet“, betonte er.

    Der Kreml ließ sich mit einer Reaktion nicht lange Zeit. „Was die Geldverschwendung angeht, so sind wir damit nicht einverstanden. Und für ein Land, für dessen halben Militäretat ganz Afrika ernährt werden könnte, sind solche Aussagen aus meiner Sicht unangebracht“, sagte Präsident Putins Sprecher Dmitri Peskow.

    Das russische Außenministerium teilte mit, dass die Jets auf dem Weg nach Venezuela bei bestimmten Streckenabschnitten von F-16-Kämpfern der norwegischen Luftwaffe begleitet worden waren.

     

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    Überschall-Bomber Tu-160, Kampfjet F-16, Dmitri Peskow, Wladimir Sajemski, Mike Pompeo, Venezuela, USA, Russland