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    Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat Äußerungen von US-Präsident Trump zur Terrormiliz „Islamischer Staat“* widersprochen. Dies berichtet die Zeitung „Die Rheinische Post“ am Mittwoch.

    Von der Leyen zufolge ist der Rückzug der US-Truppen aus Syrien verfrüht:

    „Im Kreis der Verbündeten herrscht Einigkeit darüber, dass der IS leider noch nicht vollständig besiegt ist“, sagte von der Leyen gegenüber der Zeitung.

    Ein Wiedererstarken der Miliz müsse verhindert werden, so die Bundesverteidigungsministerin. Das Bundeswehrmandat sei jedoch erst einmal nicht betroffen.

    „Es gibt weiterhin Bedarf an Betankung alliierter Jets und den Aufklärungsbildern unserer Tornados insbesondere von IS-Verstecken in den Weiten der irakischen Wüste.“

    US-Soldaten in Syrien (Archiv)
    © Foto : U.S. Army/Staff Sgt. Timothy R. Koster
    Mit Blick auf den von Trump angekündigten Truppenrückzug aus Syrien betonte sie, dass die USA „bisher noch niemandem erläutert haben, wie weitgehend die Pläne für Syrien sind“.

    US-Präsident Donald Trump hatte zuvor den Sieg über die Terrormiliz „Islamischer Staat“ in Syrien verkündet. Seinen Worten zufolge war das der einzige Grund für den Aufenthalt der US-amerikanischen Truppen in diesem Land. Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, teilte später mit, die USA hätten mit dem Truppenabzug aus Syrien begonnen, aber der Sieg über den IS bedeute nicht, dass die (US-geführte) Koalition ihre Existenz beende.

    * „Islamischer Staat“ (auch IS, Daesh) – eine in Russland verbotene Terrorvereinigung.

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    Tags:
    Rückzug, Truppen, Terrormiliz Daesh, Donald Trump, Ursula von der Leyen, Syrien