Widgets Magazine
02:09 19 Juli 2019
SNA Radio
    Bundeswehr-Soldaten (Archiv)

    „In alle Richtungen blicken“: Bundeswehr will EU-Bürger rekrutieren

    © AP Photo / Matthias Schrader
    Politik
    Zum Kurzlink
    271114

    Die Bundeswehr prüft laut dem „Hamburger Abendblatt“ unter Berufung auf den Generalinspekteur der Bundeswehr Eberhard Zorn die Möglichkeit einer Rekrutierung von Fachleuten aus anderen EU-Staaten.

    Das Anwerben von EU-Bürgern für spezielle Tätigkeiten ist Zorn zufolge „eine Option“, die geprüft wird. 

    „Natürlich braucht die Bundeswehr Personal, wir sind einer der größten öffentlichen Arbeitgeber, mit einem in der Verfassung verankerten Auftrag“, sagte er gegenüber der Zeitung.

    Dabei könne es sich beispielweise um „Ärzte oder IT-Spezialisten“ handeln.

    In Zeiten des Fachkräftemangels müsse die Bundeswehr „in alle Richtungen blicken“ und sich um den passenden Nachwuchs bemühen, so Zorn.

    Bundeswehr-Soldaten in Litauen (Archiv)
    © AP Photo / Mindaugas Kulbis
    Die Bundesregierung hat laut der Zeitung bereits 26 EU-Partner konsultiert. Nur Tschechien, Dänemark, Schweden und Belgien reagierten demnach aufgeschlossen. Die Franzosen boten Gespräche an, blieben aber reserviert. Vonseiten der anderen Länder gab es keine Reaktion oder eine offene Ablehnung.

    Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hans-Peter Bartels, äußerte in diesem Zusammenhang, dass die Rekrutierung von EU-Ausländern „eine Art Normalität“ sei – in der Truppe gebe es bereits viele Soldaten „mit Migrationshintergrund oder Doppelstaatler“.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    IT, Ärzte, Personal, Rekrutierung, Bundeswehr, EU, Deutschland