20:20 22 April 2019
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    Blick von einem Leuchtturm auf die Meerenge von Kertsch

    Ukraine plant weitere Schiffskonvois durch Meerenge von Kertsch

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    Politik
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    Nach einem Zwischenfall mit russischem Grenzschutz vom vergangenen November plant die Ukraine weitere Schiffskonvois durch die Meerenge von Kertsch, die das Schwarze mit dem Asowschen Meer verbindet. Das sagte der ukrainische Verteidigungsminister Stepan Poltorak am Freitag in einem Interview des TV-Senders ZIK.

    Die Ukraine werde das 20, 30, 100 Mal und auch immer tun, denn das Asowsche Meer sei Teil der Ukraine. „Mariupol und Berdjansk sind unsere Häfen, ein Teil der Ukraine, ein Teil unserer Wirtschaft. Und wir werden nie unser Recht auf freie Durchfahrt durch die Meerenge von Kertsch aufgeben“, sagte Poltorak.

    Im November hatten drei Schiffe der ukrainischen Marine bei der Fahrt Richtung Meerenge von Kertsch die russische Seegrenze verletzt. Dabei absolvierten sie im russischen Territorialgewässer gefährliche Manöver und ignorierten legitime Forderungen der russischen Grenzwache. Nach mehreren Funkwarnungen wurden Warnschüsse abgegeben. Als alle Versuche wirkungslos geblieben waren, mussten russische Grenzer gezieltes Feuer eröffnen. Drei Matrosen erlitten leichte Verletzungen.

    >>>Mehr zum Thema: Ukrainisches Militär hält Angaben zum Zwischenfall bei Kertsch geheim<<<

    Die drei Schiffe samt 22 Besatzungsmitgliedern wurden festgesetzt und nach Kertsch gebracht. Eingeleitet wurde ein Ermittlungs- und Strafverfahren. Den Matrosen drohen bis zu sechs Jahren Haft wegen des illegalen Übertritts der Staatsgrenze Russlands. Präsident Wladimir Putin bezeichnete den Zwischenfall als eine Provokation.

     

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    Tags:
    Zwischenfall, Pläne, Schiffskonvois, Meerenge von Kertsch, Ukraine