10:12 20 April 2019
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    Euro-Banknoten (Archiv)

    17 Jahre nach Euro-Einführung: Milliarden belgische Franken bisher nicht umgetauscht

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    Die europäische Gemeinschaftswährung – der Euro – ist in Belgien seit Januar 2002 ein offizielles Zahlungsmittel. Jedoch haben laut der Belgischen Nationalbank (BNB) die Bürger des Königreichs 16 Milliarden belgische Franken, was umgerechnet 400 Millionen Euro entspricht, noch nicht gegen Euro umgetauscht.

    Täglich würden in der Brüsseler Nationalbank noch Franken-Banknoten zum Umtausch angeboten, wie der belgische TV-Sender VRT berichtet. „Angeboten werden in der Regel 100, 200 und 1000 Franken-Banknoten“, so Geert Sciot, der Sprecher der belgischen Nationalbank.

    Laut dem Sender können alle nach 1944 ausgegebenen Banknoten bei der Nationalbank in Brüssel kostenlos umgetauscht werden. Münzen  seien wertlos und könnten nicht mehr umgetauscht werden. Und das gelte auch für Banknoten von 20 oder 50 belgischen Franken.

    Der Euro war am 1. Januar 1999 die offizielle Währung von elf  EU-Ländern geworden. Dabei ist die gemeinsame Währung in den ersten drei Jahren „unsichtbar“ gewesen: Der Euro wurde nur bei elektronischen Zahlungen verwendet. Erst ab dem 1. Januar 2002 ist der Euro im Bargeldumlauf und seitdem ersetzt er die nationalen Währungen. 

    Die Kaufkraft der Bevölkerung in Belgien habe nach dem Übergang zum Euro im Vergleich zu anderen EU-Ländern — Mitgliedern der Eurozone — am wenigsten zugenommen, wie die Zeitung „Echo“ schreibt. Seitdem die Einheitswährung im Bargeldumlauf sei, sei die Kaufkraft der Bürger jedes Jahr durchschnittlich um 0,38 Prozent gestiegen. Am niedrigsten sei diese Kennzahl in Griechenland und Italien.

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    Tags:
    Währung, Euro, EU, Belgien