02:14 26 April 2019
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    AfD über „freien Eintritt“ bei „Schindlers Liste“-Vorführung empört

    © AP Photo / Jens Meyer
    Politik
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    Der preisgekrönte Film des US-Regisseurs Steven Spielberg feiert 2019 sein 25. Jubiläum. Der Film wird daher Ende Januar in einem Kino im rheinland-pfälzischen Hachelberg gezeigt. Das Besondere daran: Das Kino bietet laut dem Portal „Bento“ AfD-Mitgliedern freien Eintritt an.

    Die AfD hat die Aktion allerdings als Beleidigung aufgefasst: Der AfD-Kreisverband Paderborn bezeichnete sie in einem Posting auf Facebook als „Beispiel für die Diskriminierung und Verleumdung politisch Andersdenkender“.

    Die Leitung des Kinos verteidigt sich gegen diese Kritik: Das Ziel der Aktion sei keinesfalls die Ausgrenzung der AfD gewesen.

    „Unser Ansinnen ist eindeutig nicht die Ausgrenzung oder Diffamierung der AfD, dass sich so viele stark angegriffen fühlen ist nicht unsere Absicht und für uns unverständlich.

    Wir behaupten überhaupt nicht, AfD-Wähler seien Nazis – ob sie geschichtliche Aufklärung benötigen, liegt in ihrem eigenen Ermessen“, zitiert das Portal aus einem Statement.

    Das AfD-Parteiprogramm lasse jedoch stark auf eine Verharmlosung der damaligen Ereignisse schließen, heißt es weiter. Mit der Aktion wolle das Kino einen Ort zum Gespräch anbieten. „Nach dem Film wird es dazu die Möglichkeit geben.“

    Im Film „Schindlers Liste“ geht es um den deutschmährischen Industriellen Oskar Schindler, der im Zweiten Weltkrieg etwa 1200 Juden aus den besetzten Ländern Polen und Tschechoslowakei in seinen Rüstungsbetrieben beschäftigte und damit vor dem Tod im Vernichtungslager Auschwitz rettete.

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    Tags:
    Kino, AfD, Steven Spielberg, Rheinland-Pfalz, Deutschland