06:52 22 Januar 2019
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    Der in Russland festgenommene US-Bürger Paul Whelan (Archivbild)

    Festnahme des mutmaßlichen US-Spions: CNN interpretiert das als „Zeichen“

    © REUTERS / Courtesy Whelan Family / Handout
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    Laut dem CNN-Analytiker Robert Baer verdeutlicht die Festnahme des mutmaßlichen Spions und US-Bürgers Paul Nicholas Whelan in Moskau die Bereitschaft Russlands, im Falle weiterer Vorgehen von US-Behörden gegen russische Staatsbürger, Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

    Baer weist darauf hin, dass die Festnahme Whelans den Wunsch Russlands verdeutliche, sich für die in den USA verhaftete russische Staatsbürgerin Maria Butina zu rächen. Demnach werde Russland diesbezüglich eventuell einen Deal machen, heißt es.

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    „Wir, die USA, setzen keine Privatpersonen in Moskau ein, um Spionageoperationen durchzuführen. Das ist unmöglich. Mit anderen Worten, dieser Kerl wurde reingelegt. Er wurde als Geisel genommen“, so Baer.

    Ihm zufolge ist Russland wütend auf die Verhaftung Butinas und die Verfolgung der Oligarchen. Ferner glaubt Baer, dass man in Russland der Ansicht sei, die Amerikaner würden ständig nach Russland kommen und „ihre Nase in (russische – Anm. d. Red.) Angelegenheiten stecken“, wogegen sie die Russen ihrerseits für so ein Verhalten verhaften würden.

    „Und er (Russlands Präsident Wladimir Putin – Anm. d. Red.) gibt uns zu verstehen: Lassen Sie nicht zu, dass das Justizministerium und das FBI damit beginnen, Russen zu verfolgen. Sonst werden wir noch mehr Amerikaner ergreifen. Ich denke, er sendet ein solches Signal“, so Baer.

    Er fügte hinzu: „Und er hat in diesem Fall teilweise Recht. Die Verhaftung (Butinas – Anm. d. Red.) und ihre Überstellung ins Gefängnis waren wirklich übertrieben. Selbst wenn sie eine Mindesthaftfrist erhält, werden die Russen es als unehrenhaft, ungerechtfertigt betrachten. Und dadurch stellt sich für Putin die Frage der Gegenmaßnahmen.“

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    Zuvor habe US-Außenminister Mike Pompeo die sofortige Freilassung von Paul Whelan gefordert.

    Washington habe zudem eine Erklärung bezüglich der Festnahme Whelans verlangt, so Pompeo.

    Nach Angaben des russischen Außenministeriums sei die US-Botschaft in Moskau rechtzeitig über die Festnahme des US-Amerikaners informiert worden. Daraufhin habe das State Department eine Anfrage bezüglich eines konsularischen Zugangs zu dem US-Bürger gestellt.

    Dieser Anfrage wurde von russischer Seite bereits stattgegeben.

    Laut dem Inlandsgeheimdienst FSB ist Paul Whelan in Moskau am 28. Dezember bei einer Spionageaktion festgenommen worden.

    Nach Berichten der „Washington Post“ soll es sich bei dem US-Bürger um einen Direktor des Sicherheitsbereichs des US-amerikanischen Automobilzulieferers BorgWarner handeln.

    Whelan habe als US-Marineinfanterist 2004 und 2006 im Irak gedient und sei 2008 wegen Diebstahldelikten unehrenhaft aus dem Militärdienst entlassen worden.

    Der Grund seines letzten Aufenthaltes in Moskau sei angeblich die Hochzeit seines Freundes und ehemaligen Kameraden gewesen.

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    Spionage-Skandal, Spionage-Affäre, US-Administration, US-Bürger, Russland, Spionage, FSB, US-Administration, US-State Department, US-Justizministerium, FBI, CNN, Inlandsgeheimdienst der Russischen Föderation (FSB), Maria Butina, Mike Pompeo, Michael Pompeo, Wladimir Putin, USA, Washington, Moskau, Russland