05:38 09 Dezember 2019
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    Ukraine will erneut Kriegsschiffe durch Straße von Kertsch schicken

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    Politik
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    Die Ukraine wird laut dem Berater des ukrainischen Präsidenten, Juri Birjukow, erneut ihre Kriegsschiffe durch die Straße von Kertsch schicken. Ihm zufolge wird Kiew das unabhängig davon tun, ob es Russland gefällt oder nicht.

    „Gemäß den internationalen Vereinbarungen, Gesetzen und Abkommen haben die ukrainischen Kriegsschiffe das Recht, ungehindert vom Schwarzen Meer aus ins Asowsche Meer und wieder zurück zu gelangen. So ist es. Ja, wir werden es weiter tun, unabhängig davon, ob es den Russen gefällt oder nicht“, so Juri Birjukow gegenüber dem ukrainischen TV-Sender „NewsOne“.

    Ihm zufolge werden internationale Beobachter die ukrainischen Matrosen auf ihrer Fahrt begleiten.

    Am 25. November hatten die Schiffe der ukrainischen Marine „Berdjansk“, „Nikopol“ und „Jany Kapu“ Russlands Staatsgrenze überquert und somit gegen das Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen verstoßen. Die ukrainischen Schiffe fuhren in das zeitweilig geschlossene Gebiet der russischen Hoheitsgewässer ein, führten dort stundenlang gefährliche Manöver aus und widersetzten sich allen Forderungen der russischen Küstenwache.

    Nach Angaben der russischen Sicherheitsbehörde FSB wurden die ukrainischen Schiffe – zwei gepanzerte Kanonenboote und ein Schlepper – mit insgesamt 25 Mann an Bord im Schwarzen Meer von Spezialkräften festgesetzt. Gegen die ukrainischen Matrosen wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

    Der Kreml hatte den Vorfall als eine Provokation bezeichnet, deren Ziel es gewesen sei, die Popularität des derzeitigen ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko zu steigern. In Kiew war der Vorfall als Anlass dafür verwendet worden, in zehn Regionen des Landes das Kriegsrecht für 30 Tage zu verhängen.

    >> Weitere Sputnik-Artikel: Putin äußert sich erstmals zu Eskalation von Kertsch

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    Tags:
    Vorfall, Juri Birjukow, Straße von Kertsch, Russland, Ukraine