02:25 05 August 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    137823
    Abonnieren

    EU-Ratspräsident Donald Tusk vertritt aus Sicht der Regierung in Warschau laut dem polnischen Außenminister Jacek Czaputowicz deutsche Interessen. Czaputowicz hat sich diesbezüglich in einem Interview für das Portal Polska Times geäußert.

    Polen stelle Tusks Legitimität nicht in Frage, betrachte ihn aber nicht als seinen Vertreter. Warschau habe anstelle von Tusk Jacek Saryusz-Wolski für den Posten des EU-Ratschefs nominiert.

    >>>Weitere Sputnik-Artikel: Trump will kein „starkes, vereinigtes Europa“ – Tusk reagiert besorgt<<<

    EU-Ratschef Donald Tusk
    © AP Photo / Yiannis Kourtoglou
    Wenige Stunden vor dem EU-Gipfel habe Angela Merkel bei ihrem Auftritt im Bundestag bereits bekanntgegeben, dass Tusk das Amt übernehmen werde. Dies deute darauf hin, dass „er Deutschlands Vertreter war, wenn auch informell“, betonte Czaputowicz.

    „Dies war eine legitime, aber ethisch gesehen sehr fragliche Entscheidung,“ fügte er hinzu.

    >>>Weitere Sputnik-Artikel: Nächster EU-Abtrünniger? Für Polen geht es nur um den Griff in andere Geldtöpfe<<<

    Zuvor hatten die EU-Staats- und Regierungschefs trotz des Protestes der polnischen Regierung Tusk erneut zum EU-Ratspräsidenten gewählt. Die polnischen Behörden kritisierten wiederholt seine Kandidatur, da Tusk die Interessen seines Landes auf der EU- Ebene nicht durchsetze.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Gewaltige Explosion im Hafen von Beirut – Videos
    Trump nennt größten Fehler in US-Geschichte
    Nach Großdemos in Berlin: Steinmeier ermahnt das Volk, verstößt aber selbst gegen Corona-Regeln
    Tags:
    Vertreter, EU-Rat, Donald Tusk, Deutschland, Polen