10:11 20 April 2019
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    Former U.S. Ambassador to the UN John Bolton speaks at the Conservative Political Action Conference (CPAC), Friday, Feb. 24, 2017, in Oxon Hill, Md.

    Washington warnt Damaskus vor Chemiewaffeneinsatz nach US-Abzug

    © AP Photo / Alex Brandon
    Politik
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    Die USA drohen Syrien mit Vergeltung, sollte das Land den geplanten Abzug des US-Militärs für einen Einsatz von Chemiewaffen ausnutzen. Laut dem Nationalen Sicherheitsberater, John Bolton, hat Washington in dieser Hinsicht seine Haltung nicht geändert.

    „Und es gibt absolut keine Änderung in unserer Position, dass jeder Einsatz von Chemiewaffen eine sehr schwerwiegende Antwort nach sich zöge, so wie wir es bereits zwei Mal getan haben“, zitiert die Agentur Reuters Bolton am Samstag.

    Das Regime des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad solle sich in dieser Frage keiner Illusion hingeben. Die Planung des Abzugs des US-Militärs aus Syrien bedeute keinesfalls, dass die US-Regierung einen Einsatz von Chemiewaffen durch die syrische Führung weniger strikt ablehne.

    >>>Mehr zum Thema: Syrien schickte 750 entlarvende Briefe über „Weißhelme“ an Uno – Ohne Antwort<<<

    US-Armee in Syrien
    © REUTERS / Courtesy Matthew Crane/U.S. Army/Handout
    Zuvor war berichtet worden, dass US-Präsident Donald Trump im Dezember den Rückzug der knapp 2000 US-Soldaten aus Syrien angekündigt und dies damit begründet hatte, dass die radikal-islamische IS*-Miliz geschlagen sei. Die plötzliche und auch in den USA umstrittene Entscheidung trug dazu bei, dass Verteidigungsminister James Mattis seinen Rücktritt einreichte. Es wird erwartet, dass der US-Abzug mehrere Monate in Anspruch nehmen wird.

    Im Dezember hatte der ständige UN-Vertreter Syriens Baschar al-Dschafari mitgeteilt, dass Syrien 750 entlarvende offizielle Schreiben bezüglich der umstrittenen Hilfsorganisation „Weißhelme“ an den UN-Generalsekretär Antonio Guterres, den Sicherheitsrat und andere Abteilungen der Uno gerichtet hatte. Syrien erhielt jedoch keine Antworten.

    >>>Mehr zum Thema: UN-Botschafter: „Weißhelme“ bereiten Provokationen mit Giftstoffen in Syrien vor<<<

    Die „Weißhelme“ präsentieren sich als Beschützer der Zivilbevölkerung in Syrien ohne politische Agenda. Der Organisation wird jedoch vorgeworfen, inszenierte Videos aus Syrien zu verbreiten: So haben syrische Journalisten mehrere Aufnahmen gezeigt, auf denen die „Rettungskräfte“ mit Waffen und in Militäruniform zu sehen sind. Das russische Außenministerium bezeichnete die Tätigkeit der „Weißhelme“ als Teil der Verleumdungskampagne gegen die syrische Regierung.

    Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Generalmajor Igor Konaschenkow, hatte berichtet, dass Mitglieder der Weißhelme neue Provokationen mit dem Einsatz chemischer Waffen in Syrien vorbereiten und den Bewohnern die Teilnahme an Dreharbeiten im Austausch für Lebensmittel anbieten würden.

    *„Islamischer Staat“ (auch IS, Daesh) – eine in Russland verbotene Terrorvereinigung

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    Tags:
    Abzug, Truppen, Chemiewaffen, Terrormiliz Daesh, Uno, James Mattis, Baschar al-Dschafari, Antonio Guterres, Igor Konaschenkow, Baschar al-Assad, Damaskus, Syrien, USA, Washington