13:54 28 Oktober 2020
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    Die Vereinigten Staaten versuchen seit Längerem, den Erwerb der russischen S-400-Raketenabwehrsysteme durch die Türkei zu verhindern – teils mit Drohungen, teils mit Angeboten. Laut der türkischen Zeitung Yeni Safak hat Ankara jedoch erneut ein amerikanisches Angebot ausgeschlagen.

    Wie das Blatt mit Berufung auf eigene Quellen berichtet, hat die Türkei den amerikanischen Vorschlag zurückgewiesen, den Kauf von russischen Flugabwehrsystemen des Typs S-400 im Tausch gegen die Lieferung von amerikanischen „Patriot“-Luftabwehrsystemen aufzugeben.

    Zeitungsquellen zufolge versuchte eine amerikanische Delegation, die diese Woche in Ankara war, die Türkei vom Kauf der S-400-Systeme abzubringen.

    >>>Mehr zum Thema: Ankara will US-Patriot-Raketen und parallel dazu russische S-400-Systeme kaufen<<<

    Türkische Vertreter hätten dieses Angebot von Washington jedoch abgelehnt, da es weder einen Preisnachlass von 3,5 Milliarden US-Dollar auf die Lieferung des „Patriot“-Luftverteidigungssystems, noch einen Technologietransfer vorsah.

    Es soll explizit darauf hingewiesen worden sein, dass die russischen Raketenabwehrsysteme für die Türkei dreimal billiger seien.

    Zuvor hatten türkische Medien berichtet, dass eine US-Delegation einen Vorschlag zum Verkauf von „Patriot“-Luftabwehrsystemen an die Türkei unterbreitet hatte, darunter vier Radarstationen, zehn Antennenmastgeräte, 20 M903-Trägerraketen sowie weitere Ausrüstung.

    Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hatte in diesem Zusammenhang betont, dass der Verkauf der russischen S-400 nicht von amerikanisch-türkischen Verträgen beeinflusst werden würde.

    >>>Mehr zum Thema: S-400-Weitergabe an USA geplant? Quelle aus Ankara dementiert<<<

    Russland werde die Umsetzung des Vertrages fortsetzen.

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    Tags:
    Verkauf, Angebot, Raketenabwehrsystem S-400, Flugabwehrraketensystem Patriot, Türkei, USA, Russland