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    Sicherheitsberater des US-Präsidenten John Bolton

    Bedingung Washingtons: Türkei darf nach US-Abzug aus Syrien Kurden nicht angreifen

    © AP Photo / Andrew Harnik
    Politik
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    Washington stellt vor einem Truppenabzug aus Syrien eine neue Bedingung und verlangt von der Türkei den Schutz der mit den USA verbündeten Kurden im Norden des Bürgerkriegslandes.

    Laut dem Nationalen Sicherheitsberater John Bolton soll die Türkei keinen Militäreinsatz unternehmen, der nicht vollständig mit den USA abgestimmt ist, um die US-Truppen nicht zu gefährden. Die Türkei müsse aber auch die Forderung der Vereinigten Staaten erfüllen, dass die syrischen Oppositionsgruppen, die an der Seite der USA gekämpft hätten, nicht gefährdet würden.

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    Die Position von US-Präsident Donald Trump laute, dass die Türkei die Kurden nicht töten dürfe und dass das US-Militär ohne eine Vereinbarung darüber nicht aus Syrien abgezogen werde, so die Agentur Reuters am Sonntag unter Vereweis auf Bolton.

    Die USA haben die Kurdenmiliz YPG im Kampf gegen die Extremistenmiliz IS* unterstützt. Die Türkei sieht die kurdischen Kämpfer aber als Terroristen an und hat gedroht, die YPG zu zerschlagen.

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    Zuvor war berichtet worden, dass US-Präsident Donald Trump im Dezember den Rückzug der knapp 2000 US-Soldaten aus Syrien angekündigt und dies damit begründet hatte, dass die radikal-islamische IS*-Miliz geschlagen sei. Die plötzliche und auch in den USA umstrittene Entscheidung trug dazu bei, dass Verteidigungsminister James Mattis seinen Rücktritt einreichte. Es wird erwartet, dass der US-Abzug mehrere Monate in Anspruch nehmen wird.

    *„Islamischer Staat“ (auch IS, Daesh) – eine in Russland verbotene Terrorvereinigung

     

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    Tags:
    Kurden, Truppenabzug, YPG, Terrormiliz Daesh, Donald Trump, John Bolton, Damaskus, Ankara, Washington, Türkei, Syrien, USA