Widgets Magazine
05:19 23 Oktober 2019
SNA Radio
    Bau der Nord Stream 2-Pipeline

    US-Botschafter droht wegen Nord Stream 2: „… immer in Gefahr, da…“

    © Foto : Nord Stream 2 / Thomas Eugster
    Politik
    Zum Kurzlink
    8987364
    Abonnieren

    Den USA ist die Gaspipeline Nord Stream 2 ein Dorn im Auge. Sie wollen das Projekt stoppen, was der Bundesregierung laut dem „Handelsblatt“ große Sorgen bereitet. Die USA erhöhen den Druck – und haben dabei eine Gruppe im Visier.

    Richard Grenell, US-amerikanischer Botschafter in Deutschland, gilt als Wortführer der Nord-Stream-2-Gegner. Laut „Handelsblatt“ lässt der Diplomat kaum eine Gelegenheit aus, das Bauvorhaben in der Ostsee zu kritisieren.

    Und nicht nur das. Grenell spricht unverhohlene Drohungen aus. Adressat sind Unternehmen, die sich weiterhin am Bau der Pipeline beteiligen. Diese „sind immer in Gefahr, da Sanktionen durchaus möglich sind“, sagte der Botschafter im Gespräch mit dem „Handelsblatt“. Grenell sei aber überzeugt, dass sich die Unternehmen selbst aus dem Projekt zurückziehen würden.

    >>>Andere Sputnik-Artikel: US-Botschafter: Deutschland sollte Unterstützung für Nord Stream 2 beenden<<<

    Schweizer Firma wäre betroffen

    Die Zeitung bezieht sich weiter auf Informationen aus Regierungskreisen: Demnach nehmen die Amerikaner angeblich vor allem die hochspezialisierten Baufirmen ins Visier, die die Rohre der Pipeline am Meeresgrund verlegen.

    Betroffen wäre demnach vor allem die schweizerische Allseas Group. Die Spezialfirma verlege „über 90 Prozent“ der Pipeline-Rohre auf dem Grund der Ostsee, heißt es.

    Gegenüber der Zeitung sagte ein Allseas-Sprecher, das Unternehmen spekuliere nicht über mögliche Sanktionen. Die Bundesregierung stehe nach wie vor hinter Nord Stream 2 und lehne Sanktionen ab, heißt es weiter.

    Träger des Projektes sind unter anderem die Unternehmen Uniper, Wintershall, Shell, OMV, Engie sowie der russische Energiekonzern Gazprom.

    >>>Andere Sputnik-Artikel: Schröder: „Bald dürfen wir zu niemandem mehr Wirtschaftsbeziehungen haben“<<<

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Sanktionen, Nord Stream 2, OMV, Shell, Gazprom, Richard Grenell, Deutschland, USA, Russland