22:30 14 August 2020
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    Japan zählt auf die US-Unterstützung beim Abschluss eines Friedensabkommens mit Russland. Dies teilte der Sonderberater für Außenpolitik des japanischen Premierministers Shinzo Abe, Katsuyuki Kawai, mit.

    Vor allem solle das den wachsenden Einfluss von Peking ausgleichen, so Kawai.

    Laut der Nachrichtenagentur Kyodo äußerte sich Kawai auch zu Abes Besuch in China im vergangenen Oktober. Seiner Meinung nach war dieser Besuch „strategisch“, weil er zum Abbau der Spannungen zwischen den beiden Ländern beigetragen hat. Ferner betonte Kawai jedoch, Japan würde sich dem chinesischen Projekt „One Belt, One Road“ nicht anschließen. 

    >>>Andere Sputnik-Artikel: Territorialstreit mit Russland: Was Japaner dazu denken — Umfrage<<<

    Zwischen Russland und Japan gibt es bis heute keinen Friedensvertrag. Nach der Kapitulation des japanischen Kaiserreichs im Zweiten Weltkrieg war der gesamte Kurilen-Inselbogen an die Sowjetunion gegangen. Dies wurde völkerrechtlich festgehalten. Japan hält die südlichen Kurilen-Inseln Iturup, Kunaschir, Schikotan sowie die Inselgruppe Habomai für unrechtmäßig besetzt und fordert deren Rückgabe.

    1956 verabschiedeten die beiden Staaten eine gemeinsame Deklaration, durch die der Kriegszustand beendet wurde. Darin hatte sich die damalige Sowjetunion als Geste guten Willens bereit erklärt, im Falle eines Friedensvertrages die Inseln Schikotan sowie die Habomai-Gruppe an Japan zu übergeben. Doch Japan forderte alle vier Inseln zurück und berief sich dabei auf den bilateralen Handels- und Grenzvertrag von 1855, in dem diese Inseln als japanisch anerkannt worden waren.

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    Tags:
    Unterstützung, Territorialstreit, Verhandlungen, Japan, USA, Russland